Hundetrainer und Co. | Rat Hund Tat
Hundetrainer und Co.

Hundetrainer und Co.

In Deutschland existieren keine staatlich vorgeschriebenen Ausbildungspläne für den Beruf des Hundetrainers.

Es gibt jedoch private Einrichtungen, die Ausbildungen für Hundetrainer anbieten. Dabei lehrt jede Einrichtung verständlicherweise seine persönliche Herangehensweise. Die Absolventen tragen später diese Vorgehensweise in Erziehung und Training tendenziell weiter.

In der Nomenklatur heißen die Ausbildungseinrichtungen Akademie, Institut, Zentrum, Colleg oder College. Die Absolventen der Lehrgänge nennen sich Hundetrainer, Verhaltensberater, Hundeerziehungsberater, Hundepsychologe, Welpentrainer oder alles in Kombination mit der Bezeichnung Coach. Folgend benennen wir die Berufsgruppe der Einfachheit halber nur als Berater.

Die Lehrpläne der Ausbildungen tragen Bezeichnungen wie Methode, Philosophie, Konzepte oder etwas simpler, Sachkundeausbildung nach XY. Die Aufgabe dieser Berufsgruppe liegt in der Beratung und Anleitung von Menschen, die Hunde besitzen und Hilfe benötigen, oder nach Beschäftigungsmöglichkeiten ihrer Vierbeiner suchen.

Durch die fehlende staatliche Regulierung der Ausbildungen und die unterschiedlichen Bezeichnungen ist es für einen Hundebesitzer schwierig, die Qualität eines Beraters zu erkennen.

Ist er auf der Suche nach einer geeigneten Hundeschule, könnte sich dieses Unterfangen als kostspielige Sisyphusarbeit herausstellen. Kaum eine Hundeschule bietet kostenfreie Schnupperstunden oder eine Geld-zurück-Garantie an.

Allerdings kann ein Hundehalter auch als Laie die fachliche Kompetenz eines Beraters zumindest ein Stück weit überprüfen.

Ob und in wieweit die Vorstellungen konform gehen, entscheidet letztendlich der Mensch mit Hund. Es sollte dem Hundehalter gestattet sein Fragen zu stellen. Woher stammt das Wissen des Beraters? Wie lange dauerte die Ausbildung? Wobei man hier bedenken sollte, dass es Berater gibt, die bereits seit vielen Jahren ihren Beruf ausüben und es damals noch keine Ausbildungsinstitute gab.

Doch auch diese Berater verfügen über Fachkompetenz, die sie im Zweifelsfall belegen können.

Was jedoch noch viel wichtiger in einer Befragung ist, sind die Erklärungen, warum ein Mensch mit seinem Hund so agieren sollte, wie es der Berater gerade empfiehlt. Kompetente Berater können und werden den Kunden Gründe nennen, warum zu diesem Zeitpunkt ein bestimmtes Vorgehen wichtig ist, was daraus zukünftig resultiert und was passieren könnte, wenn der Hundebesitzer sich nicht darum kümmert.

Ein qualifizierter Berater sorgt dafür, dass ein Hundehalter jegliches Wissen in Theorie und Praxis erhält, um später keine Hundeschule mehr besuchen zu müssen.

Er stellt sich den Fragen der Kunden, kann auch einem Laien verständliche Erklärungen liefern und arbeitet gewaltfrei, sprich ohne schmerzauslösende Instrumente. Er leitet die Menschen an, Vorgehensweisen adäquat umzusetzen und sich zu einem souveränen Hundeführer zu entwickeln. Er achtet auf eine individuelle Vorgehensweise der am Unterricht teilnehmenden Mensch-Hund-Teams, sorgt für stressfreie Trainings und eine entspannte Atmosphäre. Er ist geduldig und offen für Kritik, Wünsche und Sorgen.

Diskreditierung von Mitbewerbern ist ein Tabu für jeden Berater.

Lediglich die Aufgliederung einer tierschutzwidrigen Vorgehensweise eines Kollegen besitzt eine Legitimation. Ein Tabu gilt auch für Herumschreien auf dem Übungsgelände, Anschreien von Hunden und Kunden oder Durchsagen durch Megafone.

Doch auch wenn der Berater sämtliche Kriterien erfüllt, entscheidet letztendlich der Hundehalter über die Qualität seines Beraters.

Hundeerziehung und Training ist nicht nur Vertrauenssache, sondern hat eine Menge mit Sympathie und Antipathie zu tun.

Sprechen zwei Menschen, wie beispielsweise Berater und Kunde, nicht die gleiche Sprache oder finden keinen Konsens, werden sie nicht zusammenarbeiten können. 

Glücklicherweise ist der Markt gesegnet von professionellen Fachleuten, so dass sicherlich jeder Hundehalter seinen persönlichen Berater finden kann. Darum nicht nur Augen auf beim Hundekauf, sondern auch bei der Suche nach einer fachkundigen Hundeschule.

Hinweis: Wir möchten erneut darauf hinweisen, dass eine Zulassung oder Genehmigung eines Hundetrainers nach §11 des Tierschutzgesetzes keine Qualifikation bedeutet. Es ist weder ein Gütesiegel noch trifft sie eine Aussage über fachliche Kompetenz. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter Hundetrainer Zertifizierung.

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