Hunde brauchen Schutz - ihre Trainer aber auch | Rat Hund Tat
Hunde brauchen Schutz - ihre Trainer aber auch

Hunde brauchen Schutz - ihre Trainer aber auch

Durch die bisherige Regelung erhalten die Veterinärämter ein Machtmonopol.

Der Paragraph 11 des Tierschutzgesetzes zur Regelung der Erlaubnispflicht für Hundetrainer ist für viele Menschen bereits ein »alter Schuh«. Hundehalter mögen es nicht mehr lesen. Nichtsdestotrotz ist das Thema noch nicht vom Tisch. Bedenken die Hundebesitzer, dass es nicht nur eine Berufssparte betrifft, sondern sie selbst betroffen sein könnten, dürfen Kritik an der Vorgehensweise und Aktionen zur Verbesserung und Aufklärung nicht in der Versenkung verschwinden.

Es gibt immer noch keinen Bestandsschutz für längst etablierte Hundeschulen. Weiterhin betrifft die Genehmigungspflicht nur gewerbliche arbeitende Hundetrainer. Vereinstrainer sind von der Regelung immer noch ausgeschlossen. Sie brauchen keinen Sachkundenachweis zu erbringen.

Bedeutet das im Umkehrschluss, dass Trainer in Hundevereinen sich nicht an die Regeln des Tierschutzgesetzes halten müssen? Geht es tatsächlich noch um das Wohl der Hunde?

Auch Tierärzte, die als Hundetrainer / Hundetrainerin arbeiten, müssen keinen Sachkundenachweis vorlegen. Und das, obwohl das veterinärmedizinische Studium Vorlesung zum hündischen Verhalten, geschweige denn zum Hundetraining, nicht vorsieht.

Darf ein Gesetz verabschiedet werden, dass ein anderes bestehendes Gesetz aushebelt?

Einige Veterinärämter verlangen eine Kundenliste der Trainer und Trainerinnen. Wo bleibt da der Datenschutz? Hat ein Hundehalter seinen Hund nicht ordnungsgemäß angemeldet, läuft er hier Gefahr, »entdeckt« zu werden. Zu Recht? Mag sein, doch sollte das auf einem solchen Wege geschehen?

Der Weg ein verabschiedetes Gesetz zu kippen ist nur durch den Zusammenhalt der Gemeinschaft zu schaffen. Gegen einen Gesetzestext kann ein Einzelner kaum gerichtlich vorgehen. Im Internet gibt es einige Seiten, Organisation, Gruppen und Arbeitsgemeinschaften, die sich gegen die Umsetzung wehren. Für sich selbst, für Kollegen, auch in spe und für die Hundehalter. Und alle brauchen Hilfe und Unterstützung. In diesem Zusammenhang erstellte Frau Frauke Sondermann-Wiedmann, gemeinsam mit der »Arbeitsgemeinschaft Hundetrainer Sachkunde §11 Tierschutzgesetz« eine Petition.

Ein bedauerlicher Ausgang einer wirklich sinnvollen Aktion.

Eine Petition, die den Sachverhalt, die Umsetzung und die Erneuerung des Gesetzestextes hätte bewirken können, wenn sich denn genügend Menschen daran beteiligt hätten. Doch leider bekamen die Organisatoren nicht genügend Unterschriften zusammen. Nun können die Ämter weitermachen wie bisher.

Doch die Sachkunde-Hundetrainer AG ist weiterhin aktiv, ebenso wie der Berufsverband der Hundetrainer ProHunde.

Trainer brauchen weiterhin Schutz vor behördlicher Ungerechtigkeit.

Das Thema der willkürlichen Behandlung einzelner Hundetrainer vonseiten der Veterinärämter ist noch nicht vom Tisch, auch wenn es derzeit ruhig darum geworden ist. Viele Hundetrainer wehren sich nach wie vor. 

Neustarter in der Berufbranche Hundetrainer sollten nicht davon ausgehen, dass sie nach ihrem Abschluss an einem Institut problemfrei in die Selbstständigkeit gehen können. Solange der §11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8f keine Änderung erhält, werden Hundetrainer weiterhin kämpfen oder sich der Praxis ihres Vet. Amts beugen müssen.

Hundebesitzer sollten sich zukünftig nicht wundern, wenn ihre Hundeschule vor Ort seine Tore schließt. Oder wenn sie nur noch Hundeschulen finden, die nach Schema F vorgehen. Denn solange es keinen Zusammenhalten der Betroffenen gibt, und dazu zählen alle, die sich für Hunde einsetzen, wird sich nichts ändern.

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