Wenn Polizeihunde zum Risiko werden | Rat Hund Tat
Wenn Polizeihunde zum Risiko werden

Wenn Polizeihunde zum Risiko werden

Ein acht Monate alter belgischer Schäferhund biss einem vorbeilaufenden elfjährigen Jungen in den Oberschenkel.

Der Jungrüde befindet sich, seit sechs Monaten, bei der Zentralen Diensthundestaffel Mittelfranken, in der Ausbildung zum Schutzhund.  Gegen den 41-jährigen Diensthundeführer, der mit seinem angeleinten Hund spazieren ging, wird wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

Dieser Vorfall ist nicht der Erste seiner Art. Vor einigen Jahren passierte im mittelfränkischen Polsendorf ein ähnlicher, jedoch bei weitem erschütternderer Vorfall. Der Diensthund »Cabil«, ein damals zweijähriger Belgischer Schäferhund Rüde, griff gleich sechs Kinder an, die auf einer Koppel spielten. Er biss die fünf bis neun Jährigen in Oberschenkel und Hüfte. Gegen die sonst sehr erfahrene Diensthundeführerin wurde ebenfalls ermittelt, zumal Cabil nicht angeleint war. Im gleichen Jahr, wenige Monate zuvor, attackierte ein Polizeihund eine Rentnerin und biss ihr in den Oberschenkel.

Die Kritik an der Schutzhundeausbildung besteht zurecht, obwohl es zahlreiche Einsatzbereiche im Dienste der Bevölkerung gibt, in denen die Hunde hervorragende Arbeit leisten. Doch die Frage, ob Zollhunde, Rettungshunde, Suchhunde für Drogen, Falschgeld, Leichen, Sprengstoff, flüchtige Straftäter und vielerlei mehr, eine Schutzhunde Ausbildung, die sich gegen Menschen richtet, benötigen, sollte an dieser Stelle erlaubt sein.

Die Münchner Polizei arbeitet seit 1908 mit Hunden. Polizei Kommissar und Hundeführer von Cox, einem Malinois Rüde, sagt, dass es nicht nur auf die Nase ankäme. Bevorzugte Eigenschaften wären Aggression, Schnelligkeit, Bissigkeit und Leistungsbereitschaft. Für die Hunde sei das alles nur ein Spiel.

"Cox hat Spaß bei der Arbeit und freut sich, wenn er zeigen kann, was er alles drauf hat. Ein bellender Hund reicht aus, um sich Respekt zu verschaffen.«

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