Schutzhundeausbildung in der Kritik | Rat Hund Tat
Schutzhundeausbildung in der Kritik

Schutzhundeausbildung in der Kritik

Aggressionsjunkies nennt PD Dr. Udo Gansloßer die Hunde aus der Schutzhund-Ausbildung, die aus purer Lust zubeißen. Sie wurden von Menschen dazu ausgebildet, in andere Menschen zu beißen und nicht mehr loszulassen.

Die Befürworter dieser Ausbildung bezeichnen es als Sport. Ein Sport, bei dem Zivilpersonen die Opfer sind. Die Hunde sollen ausgelastet werden, heißt es aus ihren Reihen. Sie würden nicht aggressiv werden, sondern vielmehr könne ihre Aggression dadurch kontrolliert werden.

Die grundsätzliche Gemütsverfassung eines Hundes ist ganz sicher nicht die Aggression.

Erst mit der entsprechende Ausbildung, in der Hunde dazu angeheizt werden, in wattierte Körperteile eines gestellten Opfers zu beißen, schüren die Schutzhunde-Trainer das aggressive Verhalten des Hundes. Und auch wenn diese Art Hunde zu »beschäftigen« bereits seit Jahrzehnten praktiziert wird, weiß die Wissenschaft heute längst, dass es mit natürlichem, artgerechtem und sinnvollem Training rein gar nichts zu tun hat.

Die Ausbildung zum Schutzhund im privaten Bereich erfordert keine Genehmigungen oder birgt Auflagen.

Diensthunde, deren Trainings sich nicht von den Hunden in Privathänden unterschieden, müssen in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen. Polizeihundeführer wissen warum. Die Hunde, so sagen sie, werden sehr sorgfältig ausgewählt und ihr Training wird genauestens begutachtet. Dennoch können die Polizeihunde unberechenbar werden. Damit keine Gefahr für Unbeteiligte besteht, tragen sie selbstverständlich einen Maulkorb.

PD Dr. U. Gansloßer schreibt in seinem Buch »Natürlich aggressiv«, dass es durchaus normal sei, zeige ein Hund aggressives Verhalten. Es diene dem Hund als Regulator zum Schutz und der Verteidigung von allem Möglichen.

Hunde setzen Aggression zielgerichtet ein, beispielsweise zur Wiederherstellung eines Gleichgewichts.

In der Schutzhunde Ausbildung wird der Hund einem Aggressionsreiz ausgesetzt. Wiederholend und über einen längeren Zeitraum praktiziert zeigen diese Hunde ein generalisiertes Verhalten zur Aggression. Die Reizschwelle sinkt, die Angriffsbereitschaft steigt und schon bald wartet der Hund nur darauf, endlich zubeißen zu können. »Wir sprechen hier von Lustbeißern …«, sagt U. Gansloßer.

Schutzhunde Ausbildung

Schutzhunde Ausbildung

PD Dr. Udo Gansloßer und viele Hunde Experten fordern seit langem ein Verbot der privaten Schutzhundeausbildung.

"Der Hund ist durch diese Art der Ausbildung mit einem erhöhten Gefahrenpotenzial ausgestattet und er ist mit einem deutlich erkennbar eingeschränkten sozialen Verhalten geschlagen, weil er nicht mehr in einer Alltagssituation normal auf Menschen als Sozialpartner reagieren kann", sagt Udo Gansloßer, der sich seit vielen Jahren mit der Frage »Schutzhundeausbildung im privaten Bereich« beschäftigt.

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