Hundehändler und Massenzüchter | Rat Hund Tat
Hundehändler und Massenzüchter

Hundehändler und Massenzüchter

Der Kauf eines Hundes sollte ein wohl überlegter Vorgang sein in den möglichst alle Aspekte, die das Leben mit Hund betreffen, einfließen.

Fiel die Entscheidung für einen Hund, stellt sich die Frage nach der Herkunft des Hundes. Die Herkunft eines Hundes ist der Grundbaustein seiner Persönlichkeit und späteren Entwicklung. Hundezucht ist ein umfangreiches Wissensgebiet. Die Aufzucht der Welpen ist zeit- und kostenintensiv. Es fallen Tierarztkosten, Decktaxe, Eintragungen im Zuchtverband, Verbandsprüfungen, Futter und vieles mehr an. Ein seriöser Züchter ist, von der Belegung der Hündin bis zur Abgabe der Welpe, ganztägig mit der Fürsorge der Mutterhündin und der Welpenaufzucht beschäftigt. 

Unter Berücksichtigung aller Faktoren die zu einem gesunden und gut geprägten Welpen führen, kann ein Rasse Welpe nicht nur wenige Euros kosten.

Welpen und Hunde aus einer Massenzucht oder von einem Hundehändler können kaum gesund und gut geprägt sein. Die Menschen, die Hunde als Konsumware verkaufen, kümmern sich nicht liebevoll um die Hunde. Für sie ist es ein reines Wirtschaftsgut, wobei der Hund als Ware betrachtet wird.

Mitleid mit den Hunden zu haben ist ein schlechter Berater für den Kauf.

Der Kauf eines Hundes oder Welpen aus einer solchen Produktion bedeutet weiteres Leid für die Mutterhündinnen und zukünftige Welpen. Die Hündinnen werden so lange für die Welpen-Produktion missbraucht, bis es keine Abnehmer ihrer Welpen mehr gibt oder bis sie sterben.

Der Hundekauf von Hundehändlern oder Massenzüchtern darf nicht unterstützt werden.

Auf die Käufer von Welpen aus der Massenzucht oder von Hundehändlern kommen mit großer Wahrscheinlichkeit Tierarztkosten zu, die es bei Welpen von seriösen Züchtern nicht gibt. Die ungenügende Versorgung und wenig hygienische Haltung der Welpen aus der Massenzucht birgt Krankheiten, die möglicherweise einen irreparablen Schaden bei den Hunden hinterlassen.

kranke Welpen aus Massenzucht

kranke Welpen aus Massenzucht

Welpen haben noch kein komplett entwickeltes Immunsystem.

Kämpft ein Hund bereits im Welpenalter gegen diverse Parasiten und Viren, kann ihn das derart schwächen, dass er das erste Lebensjahr nicht erreicht. Selbst dann nicht, wenn er nach Übernahme eine ganzheitliche tierärztliche Versorgung erhält. In so einem Fall zahlte der Käufer letztendlich viel Geld für einen sterbenskranken Hund, den er nur wenige Wochen sein Eignen nennen konnte. Der finanzielle Aufwand steht in keinem Verhältnis zu der Trauer um den verstorbenen Hund.

Die Herkunft der Welpen bei Hundehändlern und Massenzüchtern ist häufig durch gefälschte Papiere dokumentiert.

Der Käufer kann sich nicht sicher sein, dass z. B. der »Labrador“ Mischling wirklich der Nachkomme eines Labradors ist. Die Fellfarbe hellblond ist nicht für Labradore oder Golden Retriever vorbehalten. Sollte der Welpe aus einem östlichen Land kommen, könnte in ihm ein Herdenschutzhund stecken, der sich vollkommen anders verhält als ein Retriever. Doch selbst wenn kein Zweifel an einer Reinrassigkeit des Hundes besteht, muss es nicht rosig für den Käufer werden. Denn oftmals wird bei Massenzüchter über Inzest produziert, woraus nun einmal keine gesunden Nachkommen hervorkommen.

Tierschutzorganisationen kämpfen seit Jahren gegen skrupellose Menschen, die sich durch die Hunde-Massenzucht bereichern.

Jeder Hund, der dort gekauft wird, sorgt für einen Rückschritt in der Arbeit der Tierschutzorganisationen. Beim Anblick armseliger Welpen blutet vielen Menschen das Herz. Erzählt ihnen der Verkäufer zudem, der Welpe würde getötet werden, wenn er jetzt »nicht weggeht«, sollten die Menschen erst recht die Finger von dem Hund lassen. Der Verkäufer verfolgt lediglich eine Verkaufsstrategie auf emotionaler Ebene. Er versteht sein Geschäft und weiß, wann Menschen weich werden und sich überreden lassen. Damit verdienen die Verkäufer ihr Geld. Doch der Käufer bekommt ganz sicher keinen gesunden Welpen ohne Verhaltensstörung.

Ist die Entscheidung des Menschen für einen Hund gefallen, sollten die Käufer sich vorher genau über den Züchter und die Herkunft der Welpen oder Hunde informieren.

Lieber einmal mehr umgeschaut und Nein gesagt, bevor sie in die Falle tappen.

 

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