Einreisebestimmungen für Hunde | Rat Hund Tat
Einreisebestimmungen für Hunde

Einreisebestimmungen für Hunde

Für die Ein-, Aus- und Durchreise von Hunden haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf eine nahezu einheitliche Regelung geeinigt. Doch es gibt auch Besonderheiten, die Hundehalter wissen sollten.

Unsere europäischen Nachbarn sind in vielerlei Hinsicht großzügig, wenn es um Urlaubsreisende mit Hund geht. Dennoch gibt es einige Nachbarn, die ihre Bestimmung bei einer Ein- und Durchreise mit Hunden durchsetzen.

Grundsätzlich brauchen Hundehalter für alle EU Länder einen eindeutigen Nachweis über ihren Hund und seine Impfungen.

Als regulärer Nachweis dient der EU-Heimtierausweis, in dem alle Impfungen mit erkennbarem Stempel des Tierarztes eingetragen sein müssen. Die wichtigste Impfung ist eine lückenlose Tollwutimpfung, die zwischen 21 und 30 Tage vor der Reise erfolgt sein muss, sofern es sich um eine Erstimpfung handelt. Wird der Hund nach Ablauf der letzten Tollwutimpfung geimpft, gilt dies als Erstimpfung. Liegt die Auffrischung der Tollwutimpfung vor Ablauf der letzten, braucht der Hundehalter die 21 Tage Frist nicht einzuhalten.

Der Hundehalter ist verpflichtet, bei grenzüberschreitenden Reisen den EU-Heimtierausweis mitzuführen. Die Tollwut-Impfung ist in allen europäischen Ländern Pflicht.

Inwieweit eine Tollwut-Antikörper Blutbild Bestimmung oder andere Bescheinigungen über den Gesundheitszustand des Hundes mitgeführt werden müssen erfahren Hundehalter bei den Konsulaten des Urlaubslandes.

Hundehalter sollten bitte beachten, dass Welpen in Deutschland erst ab der 12. Woche gegen Tollwut geimpft werden dürfen.

Da die Impfung zwischen 21 und 30 Tagen vor Einreise in ein EU Land stattgefunden haben muss, können Welpenbesitzer ihre Hunde frühestens mit der 15. Lebenswoche mit auf Reisen nehmen. Eine Impfung ist für Welpen anstrengend. Sie kann Fieber und Durchfall auslösen. Kommt dann noch ein Orts- und Klimawechsel hinzu, kann das dem Welpen schwer zusetzen. 

Mit Welpen sollte der Urlaub vielleicht doch eher zuhause genossen werden.

Viszlar Welpe

Viszlar Welpe

Bei Reisen in EU Länder müssen alle Hunde mindestens einen Mikrochip implantiert haben.

Einigen Ländern reicht auch eine deutlich erkennbare Tätowierung, anhand derer der Hund seinem Besitzer zugeordnet werden kann. Die Mikrochips müssen dem ISO Standard entsprechen, die Nummer der Mikrochips im EU-Heimtierausweis eingetragen sein.

Hundebesitzer sollten vor einer Reise daran denken, die Mikrochip Nummer bei Tasso zu registrieren.

Sollte der Hund im Urlaubsland abhandenkommen, kann der Hundehalter nur gefunden werden, wenn der Hund registriert ist. Der Eintrag bei Tasso ist kostenfrei und kann online geschehen.

Dänemark nimmt, speziell bei der Einreise bestimmter Hunderassen, eine Ausnahmestellung ein.

2013 verschärfte Dänemark sein Tierschutzgesetz insoweit, dass einige Hunderassen gesetzlich verboten sind. Das gilt auch für Urlaubsreisende und auch für eine Durchreise durch Dänemark. Lesen Sie mehr dazu unter »Ohne Hund in den Dänemark-Urlaub« und »Weiterhin KO Kriterium für Dänemark«

Ein Einfuhrverbot für bestimmte Hunderassen gibt es auch in Frankreich. Beide Länder verbieten viele Molosser Rassen, denen ein erhöhtes Gefahrenpotenzial zugeschrieben wird. Urlauber sollten sich genau informieren, da beispielsweise in Dänemark diese Hunde oder Kreuzungen aus diesen Rassen sofort beschlagnahmt werden können.

Maulkorb und Leine sollten bei Reisen mit Hund im Gepäck sein.

In Italien ist der Maulkorb mitzuführen, in Tschechien ist er Großteil Pflicht, in Österreich müssen Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln einen Maulkorb tragen. In Kroatien gibt es einen Leinenzwang und eine Maulkorbpflicht für etliche Hunderassen u. a. alle Schäferhund Rassen.

Belgischer Schäferhund Malinois

Belgischer Schäferhund Malinois

Hinweis zu geltenden Vorschriften

Die seit Dezember 2014 geltenden Vorschriften für die Reise von Heimtieren (Hunde, Katzen und Frettchen) sind in der Verordnung EU Nr. 576/2013 und der Durchführungsverordnung EU Nr. 577/2013 verankert. Hundehalter können sie in den Amtsblättern der Europäischen Union nachlesen.

Weitere Informationen erhalten Sie beim auswärtigen Amt.

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