Fleisch und Knochen füttern | Rat Hund Tat
Fleisch und Knochen füttern

Fleisch und Knochen füttern

Fleisch und Knochen gehören ebenso zu einer ausgewogenen Hundemahlzeit wie Gemüse und Obst.

Erhält der Hund rohes Fleisch als Hauptmahlzeit, wie es beim Barfen üblich ist, sollten unterschiedliche Fleischsorten von verschiedenen Tieren auf dem Speiseplan stehen. Die Hundemahlzeit wird dem Alter nebst Energieumsatz des Hundes angepasst. Zu Beginn des Barfens ist es sinnvoll, immer nur eine Fleischsorte eines Tieres der Mahlzeit zuzufügen. Das vereinfacht ein Ausschlussverfahren von Verträglichkeit aber auch, um herauszufinden, was dem Hund besonders gut schmeckt.

Die hier aufgeführten Fleischsorten sollen dem Hundehalter lediglich einen kleinen Überblick verschaffen.

Möchten Sie Ihrem Hund Fleisch und Knochen nur gelegentlich füttern, ist es für die Verdauung des Hundes besser, wenn die Rohfleisch- und Trockenfutter Fütterung voneinander getrennt wird. Die Verdauungszeiten von Trockenfutter und Barf sind unterschiedlich. Eine Barf-Mahlzeit verdaut der Hund um einiges schneller als Trockenfutter. Das bedeutet aber nicht, dass der Hund bei der Barf Fütterung schneller wieder hungrig ist, sondern nur das sein Verdauungssystem geringer beansprucht wird. Sehr viele Hunde vertragen einen tageweisen Wechsel von beispielsweise drei Tage Trockenfutter, vier Tage Rohfleisch ganz gut.

Bevor Sie mit einer Umstellung auf das Barfen beginnen, empfehlen wir sich ausreichend zu belesen.

Damit der Hund bei der biologisch artgerechten Rohfütterung alle lebenswichtigen Nährstoffe enthält, gehören neben Fleisch auch Gemüse und Obst in die Mahlzeit. Inwieweit Kräuter, die häufig in der Naturheilkunde eingesetzt werden, notwendig sind, ist fraglich. Kräuter sind zwar gesund, aber bekommt der Hund sie regelmäßig, verlieren sie ihren therapeutischen Nutzen.

Schauen Sie in unsere Literaturliste, in der Sie lesenswerte Bücher zur gesunden Hundeernährung finden.

Hunde dürfen jedes Fleisch von allen Tieren roh fressen, ausgenommen vom Haus- und Wildschwein.

Schweinefleisch muss zuvor gekocht werden um den eventuell darin vorkommenden Aujeszky Virus abzutöten. Eine Infektion mit diesem Virus endet tödlich für den Hund, Menschen sind für ihn nicht empfänglich.

Werden Hunde auf die Rohfleischfütterung umgestellt, kann es passieren, dass sie die ersten Futtermahlzeiten verschmähen.

Ihr schlechtes Fressverhalten ist auf die Zusatzstoffe im Trockenfutter zurückzuführen.

Schwein ist Tabu für Hunde

Schwein ist Tabu für Hunde

Die überwiegende Zahl der Trockenfutter Sorten enthalten Lockstoffe, die für den Hund appetitlich riechen.

Da Hunde eher olfaktorisch (riechend) als schmeckend unterwegs sind, fressen sie frisches Fleisch erst nach einer Eingewöhnungszeit. Gelegentlich kann eine vorherige Entgiftung oder Darmsanierung helfen, dem Hund die Rohfleischfütterung schmackhaft zu machen.

Hundebesitzer sollten nicht gleich verzweifeln oder aufgeben, wenn ihr Hund bei der Fleischmahlzeit die Nase rümpft. Für die ersten Mahlzeiten kann das Fleisch erhitzt werden, damit es Aroma entwickelt. Mit jeder gefütterten Fleischmahlzeit wird das Fleisch zuvor weniger erhitzt, bis das Heißmachen ganz wegfällt.

Fleisch ist zwar nicht gleich Fleisch, aber das Fleisch aus deutscher Nutztierhaltung ist weitestgehend von den Behörden kontrolliert, wenn es für den Handel freigegeben wird. Auf Fleisch von anderen Kontinenten sollte aus ökologischer Sicht weitestgehend verzichtet werden.

Zu den beliebtesten Fleischsorten zählt das Rindfleisch. Es ist fast überall erhältlich und bietet Abwechslung.

Das Muskelfleisch vom Rind ist eher als fettarm (zwischen 6 und 26%) einzustufen. Pansen und Blättermagen enthalten noch weniger Fett (zwischen 5 und 10%), auch wenn sie nicht so aussehen. Vom Rind kann so ziemlich alles gefüttert werden: Kopf-, Maul- und Backenfleisch, Innereien, Herz, Fellstreifen, Knochen, Ohren, Zunge, Euter, Schlund, Muskelfleisch, Pansen und Blättermagen. Rinderschwanz und die kurzen Rippen können als Knochenmahlzeit gefüttert werden. Beinscheiben oder andere Rinderknochen sind sehr hart. Soll der Hund Knochen bekommen, kann auf Kalbsknochen zurückgegriffen werden, die deutlich weicher sind.

Lamm- oder Schafsfleisch enthält im Vergleich zum Rind etwas mehr Fett, ist aber ebenso abwechslungsreich wie Rindfleisch. Lediglich auf Magen und Darm sollte verzichtet werden, da Schafe als Zwischenwirt für den Bandwurm herhalten.

Fleischsorten für die Hundeernährung

Fleischsorten für die Hundeernährung

Pferdefleisch gilt als das Fleisch für Allergiker Hunde.

Viele Hundehalter sind auch Pferdebesitzer, so dass ihnen möglicherweise die Pferdefleisch Fütterung unethisch erscheint. Das muss natürlich jeder Hundebesitzer für sich selbst entscheiden.

Bei Pferdefleisch sollte genau auf die Herkunft achtgegeben werden. Heutzutage werden in Deutschland die Pferde eher für den Reitsport gehalten und weniger für die Fleischproduktion. Pferde bekommen häufig Medikamente und Wurmkuren, die sich als Schwermetalle in den Innereien ablagern. Daher sollte vom Pferd nur das Muskelfleisch gefüttert werden.

Wildfleisch aus Deutschland zählt zu den Fleischsorten mit höchster Qualität.

Damm- und Rehwild aus wirtschaftlicher Haltung lebt überwiegend in großen Freilandgehegen. Hier gibt es bisher keine der typischen Massentierhaltungen wie bei Geflügel und andern Nutztieren. Direkt vom Jäger bezogen, lebte das Wildtier bis zum Schluss in Freiheit.

Bei Geflügel (Hühner, Pute, Gänse, Enten, inkl. der Küken) können Hunde das ganze Tier essen.

Hühnerknochen sind sehr weich und splittern nicht, solange sie im Rohzustand sind. Hunde, die genüsslich kauen, können die komplette Hühnerkarkasse bekommen. Die großen Knochen der Puten sollten gewolft, als Putenhackfleisch gefüttert werden. Enten- und Gänsefleisch haben einen klein wenig höheren Fettanteil. Die Hälse von Huhn, Ente und Pute können komplett gefüttert werden. Geflügelmägen müssen vor der Fütterung gesäubert werden, da sich in ihnen kleine Steine befinden. Geflügelfleisch gehört zu den verträglichsten Fleischsorten in der Hundeernährung.

Sehr viele Hunde lieben Fisch.

Die meisten Fische können im Ganzen, inkl. der Gräten gefüttert werden. Da Meeresfische Jod enthalten sollten Hunden mit Schilddrüsenerkrankung vornehmlich Süßwasserfische bekommen. Durch die mittlerweile stark mit Umweltgiften belasteten Meere sollten Hunde nur hin und wieder mit Fisch gefüttert werden. Zudem sollte die Fangmethode der Fischerei beachtet werden, um die Überfischung nicht zu unterstützen.

Hase und Kaninchen sollten auf jeden Fall dem Speiseplan des Hundes stehen.

Das Niederwild ist das hauptsächliche Beutetier von Kaniden. Leider ist der Preis oft sehr hoch, da Kaninchen nur selten für die Fleischproduktion gehalten werden.

Vom Kaninchen kann der Hund, bis auf die Innereien, alles fressen. Das Fleisch ist relativ fettarm und leicht bekömmlich.

Für die Knochen gilt auch hier: Nur wenn der Hund sehr genüsslich kaut. Kaninchenohren mit Fell im Stück bürsten zudem den Verdauungstrakt sauber.

Jagdhund mit Kaninchen Beute

Jagdhund mit Kaninchen Beute

Die Knochenfütterung, ganz gleich von welchem Tier, sollte nur im Beisein des Menschen passieren.

Stark schlingende Hunde zerbeißen die Knochen nicht so, dass sie problemlos durch den Verdauungstrakt gleiten. Der Organismus des Hundes muss sich bei einer Umstellung von Trocken- auf Rohfleischfütterung umstellen. Die Magen- und Verdauungssäfte gewöhnen sich mit der Zeit an die neue Ernährung und produzieren, was für die Verdauung gebraucht wird. Um dem Hund das Kalzium der Knochen zuzuführen, kann auf gewolfte Fleisch-Knochen-Mahlzeiten zurückgreifen. Auch Knorpel enthält einen Kalziumanteil.

Kauen ist für Hunde ein echtes Vergnügen, es macht sie glücklich und müde.

Je länger der Hund an einem Kauartikel zutun hat, umso besser. Wer seinen Hund ein besonderes Kauvergnügen gönnen möchte, kann den Metzger seines Vertrauens einmal nach einem Rinder Kniegelenk oder einen großen Röhrenknochen fragen. Die meisten Metzger mit Hausschlachtung sind dankbar, wenn nicht sie die Schlachtabfälle entsorgen müssen.

Allerdings sollten diese großen Knochen nur im Garten gefüttert werden, denn Hunde können dabei eine Riesenschweinerei veranstalten. An den großen Knochen kaut ein Hund mehrere Tage. Damit er zwischenzeitlich nicht verdirbt, kann er fest in einen Plastiksack gewickelt und sollte kühl gelagert werden.

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