Fütterungsarten | Rat Hund Tat
Fütterungsarten

Fütterungsarten

Eine gängige Methode der Hundeerziehung ist immer noch das Füttern aus der Hand, sprich die Leckerchengabe.

Bezugnehmend auf die kommunikative Bedeutung von Nahrung, wird diese freizügige Gabe von Futter vom Hund missverstanden und der Mensch über kurz oder lang weniger ernst genommen.

In erzieherischer Hinsicht gestaltet sich der Abbau der Leckerchengabe oft schwierig, da der Hund ohne Belohnung nicht bereit ist, ein gewünschtes Verhalten zu zeigen. Zudem fördern Leckerchen einen erhöhten Speichelfluss, was zu vermehrtem Zahnstein führen kann und zu einer Überproduktion von Verdauungssäften, die auf Dauer ungesund ist. Die Zunahme der Magensäure löst bei Hunden ein konstantes Hungergefühl aus.

Bei der Schüssel Fütterung sind in jedem Fall die Regeln eines ruhigen Platzes einzuhalten, vor allem wenn mehrere Hunde gleichzeitig fressen sollen.

Der Verteilung erfolgt strukturiert, nach der Hierarchie der Hunde. In der Einzelhundhaltung kann der Mensch seine Präsenz verdeutlichen, indem er die Futterschüssel nach Einhalten gewisser Regeln freigibt. Beispielsweise soll der Hund Abstand halten, im Sitz warten, bis der Mensch die Schüssel abstellt und das Futter freigibt. Beachtet der Mensch die kommunikative Bedeutung der Nahrungsaufnahme, wird der Hunde keine gefüllte Futterschüssel zur freien Verfügung haben.
Die Futterschüssel erfüllt den Aspekt, den Hund zu ernähren. Sie ermöglicht dem Hund nicht, sein natürliches Jagdverhalten auszuleben. Dadurch könnte Fressen keine Befriedigung seitens des Hundes erbringen, woraus sich lustlose Fresser entwickeln können.

Die Fütterung aus einem Futterbeutel begünstigt mehrere Komponenten.

Mit ihm kann der Mensch eine Jagdsequenz initiieren, die den Hund in seinen Instinkten befriedigt. Hunde mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt, egal ob Nasen- oder Sichtjäger können gemeinsam mit ihrer Bezugsperson diesem Bedürfnis folgen. Der Mensch gibt dabei vor, was, wann, wo und wie gejagt wird. Das Ziel, ein unerwünschtes Jagdverhalten kontrollieren zu können, rückt damit in greifbare Nähe. Der Hund lernt, nur in Kooperation wird er erfolgreich sein. Bei dieser Fütterungsart sollte die Nahrung niemals als Erpressungsmittel missbraucht werden. Vielmehr geht es darum, dem Hund gerecht zu werden, aber nach den Spielregeln des Menschen. Hält der Hund die Spielregeln nicht ein, lernt er entsprechende Konsequenzen kennen. Ein weiterer Vorteil für den Hund ist die sofortige Fütterung nach der größten Anstrengung des Tages. Kehren Mensch und Hund nach Hause zurück, wird der Hund sich zum Verdauen auf seinen Schlafplatz zurückziehen.

Hinweis

Die Jagd nach dem Futterbeutel ist auf das natürliche Jagdverhalten von Hunden ausgerichtet. Das Arbeiten damit unterliegt einer intensiven kommunikativen Komponente. Fundiertes Fachwissen zu einem fehlerlosen Aufbau und Umgang beugt ernsthaftem Fehlverhalten und Fehlkonditionierungen vor.

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