Bezugsperson Mensch | Rat Hund Tat
Bezugsperson Mensch

Bezugsperson Mensch

Was bedeutet es, eine Bezugsperson für einen Hund zu sein und wie wird ein Mensch dazu?

In der Definition von Bezugsperson heißt es, dass es sich dabei um eine Person handelt, mit der sich ein anderes Individuum identifizieren kann. Es ist eine Person der man vertraut, zu der man eine persönliche Beziehung führt und an der man sich orientiert. Als Bezugsperson trägt man Verantwortung und sichert seine Schützlinge. Für Kinder sind die ersten Bezugspersonen die Eltern, für Welpen sind es die Hundeeltern.

Jeder Mensch nimmt seinen Hund auf seine ganz eigene Weise wahr.

Für ein 12-jähriges Kind kann der Familienhund der beste Freund sein. Gemeinsame Aktivitäten verbindet sie vertrauensvoll miteinander. Jedoch sind Hunde in der Lage, die geistige und körperliche Reife eines Menschen zu erkennen. Demnach kann ein Kind nicht die Bezugsperson eines Hundes sein.

Sehen Menschen ihre Hunde lediglich als Jogging-Partner, sind sie auf sportlicher Ebene miteinander verbunden. Als Bezugsperson wüsste der Mensch, dass eine rein körperliche Auslastung dem Hund nicht genügt.

Speziell unerfahrene Hundebesitzer neigen dazu, hündische Handlungen menschlich zu interpretieren, was zu einer missverständlichen Kommunikation führt. Das Schwanzwedeln eines Hundes muss nicht freundlich gemeint sein; ebenso wenig eine stürmische Begrüßung. Als Bezugsperson spricht der Mensch die gleiche Sprache wie sein Hund, um Missverständnissen vorzubeugen.

Wie die Definition beschreibt, wird der Mensch zur Bezugsperson, wenn er quasi eine Elternrolle für seinen Hund erfüllt. Um als Elternteil hündisch agieren zu können, sind Kenntnisse über das Wesen Hund grundsätzlich und über den eignen Hund im Speziellen unentbehrlich.

Der Mensch spricht dem Hund viele Fähigkeiten zu, die dem menschlichen Verhalten ähneln.

Eine besondere Fähigkeit unserer Hunde ist ihre Beobachtungsgabe. Innerhalb dieser artübergreifenden Sozialgemeinschaft interpretiert der Hund seine Beobachtungen aber aus seiner Perspektive. Relevante Dinge wie Ressourcenverteilung, Territorialansprüche, Sicherheit der Gemeinschaft und einiges mehr, regelt der Hund nach seiner Prämisse, sollte der Mensch hier nicht die Führung übernehmen.

Mensch mit Hund

Mensch mit Hund

Hunde handeln situativ zum Wohle ihrer Gruppe und niemals böswillig.

Als Bezugsperson leitet der Mensch seinen Hund durch die unterschiedlichsten Lebenssituationen. Er unterweist ihn darin, welche Handlungsvarianten ihm zur Verfügung stehen. Der Hund lernt von und durch seinen Menschen, was ihm eine Integration in die menschliche Gesellschaft ermöglicht. Dabei achtet der Mensch darauf, dass die Bedürfnisse nach charaktertypischer Auslastung nicht zu kurz kommen.

Erreicht der Mensch die Stufe der Bezugsperson, wird sich der Hund, insbesondere in für ihn problematischen Situationen, auf seinen Menschen beziehen. Ungewünschte Handlungen des Hundes werden vermindert. Aus der Mensch-Hund-Verbindung erwächst eine Mensch-Hund-Beziehung, in der beide Seiten einander verlässlich vertrauen können.

Ist der Mensch nicht dazu bereit, ein klein wenig »Hund« zu werden, wird sein Hund ihn nicht weniger lieben. Nur kann der Mensch dann auch nicht zur Bezugsperson werden.

Mensch-Hund-Beziehung

Mensch-Hund-Beziehung

Doch kaum ein weiteres Tier bindet sich mit vergleichbarer Intensität an einen Menschen, wie der Hund.

Die Anpassungsfähigkeit unserer Hunde ist absolut einmalig. Sie erfüllen, mit und ohne Anleitung des Menschen, ihre Aufgaben innerhalb ihrer Sozialgemeinschaft. Der Mensch darf Mensch sein, der Hund verlangt keine Wesensveränderung von ihm.

Ihre Einmaligkeit verdient es, dass wir Menschen uns um sie bemühen, ihnen ein nahezu artgerechtes Leben bieten und Leid von ihnen fernhalten.

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