Positionierung des Hundes | Rat Hund Tat
Positionierung des Hundes

Positionierung des Hundes

Die körpereigene Positionierung des Hundes vermittelt dem Menschen Informationen, ob der Hund beispielsweise mit Sicherheit oder mit Kontrollverhalten beschäftigt ist.

Sichern wird der Hund alles, was ihm wichtig ist. Seine Menschen, sein Haus, sein Garten, sein Spielzeug, sein Revier beim Spaziergang, sein Futter, sein Wasser und was Hund sonst noch alles besitzen kann. Nähert sich ein Fremder oder auch mal ein Familienmitglied seinem Besitz, reagiert der Hund ungehalten mit brummen, knurren oder auch mit schnappen.

Bei Kontrollverhalten beobachtet, kontrolliert und, falls er es für notwendig erachtet, korrigiert der Hund Bewegungen seiner Menschen oder von Artgenossen. Grund dafür können Verlustängste sein oder erneut die Sicherung, in diesem Falle von seiner Sozialgemeinschaft.

Es ist eine Frage des Standpunkts, was ein Hund mit seiner Positionierung bezweckt.

Wählt der Hund in der Wohnung als bevorzugten Liegeplatz eine Stelle aus, von der er Laufwege, Fenster und Türen einsehen kann, könnte das ein Hinweis auf »ich behalte meine Menschen stets im Auge« sein. Ob sich sein Verhalten als Kontrolle oder über Verlustangst erklärt, liegt in der Veranlagung bzw. am Entwicklungsstand und Charaktertyp des Hundes.

Souveräne, erwachsene Hunde erlauben sich eher die Kontrolle ihrer Menschen und ihres Umfelds. Junge, schüchterne und ängstliche Hunde neigen mehr zu Verlustängsten, weshalb sie insbesondere Türen gerne im Blick behalten.

Versteht der Mensch die hündische Sprache, wird er auf die Positionierung seines Hundes achten.

Erlaubt der Mensch seinem Hund einen Aussichtspunkt vor Fenstern zum Garten oder auf die Straße, erlaubt er ihm, sein Revier im Auge zu behalten. Das gut gemeinte »… er muss doch etwas zum gucken haben …« kann sich zu einem unerwünschten Territorialverhalten des Hundes entwickeln. Der Blick aus dem Fenster gestattet dem Hund freie Sicht auf Störenfriede, die durch sein Revier streifen.

In Freien zeigt der Hund dann unerwartete Intoleranzen gegenüber Artgenossen, Katzen oder selbst gegen Kinder.

Liegeplatz mit Aussicht

Liegeplatz mit Aussicht

Erhöhte Liegeplätze, auf Möbelstücken oder im Bett, sind, wenn der Mensch es genießen kann, ausschließlich dem Kontaktliegen von Mensch und Hund vorbehalten.

Legt sich ein Hund selbstständig auf das Sofa oder in das Bett seines Menschen, kann es ein Zeichen für eine Hierarchieverschiebung sein. Der Hund positioniert sich auf einen erhöhten Liegeplatz, um das Geschehen von oben beobachten zu können. Das „auf etwas herabschauen“ deutet auf den vom Hund angenommen Status innerhalb der Gruppe hin.

Positioniert sich der Hund unter Tischen, bevorzugt unter dem Esstisch, kann das ein Zeichen für die Kontrolle über die Nahrungsverteilung sein. Zeigt der Hund hier unerwünschtes Verhalten, könnte sich das durch Brummen, Knurren, in die Füße Zwicken, bzw. Schnappen äußern, was er u. U. voranging bei Besuchern praktiziert.

T-Stellung zum Kind

T-Stellung zum Kind

Die T-Stellung ist eine Kommunikationsform bei Hunden, die häufig beobachtet werden kann.

Hunde positionieren sich in einer T-Stellung, wenn sie Artgenossen einzugrenzen, ihre Bewegung einschränken oder auf Abstand halten wollen. Dazu stehen sie entweder quer vor dem anderen oder sie umkreisen ihn.

Beide Varianten sind nicht zwingend mit Berührungen verbunden. Die Aussage, sich nicht weiter frei zu bewegen, verstehen Hunde auch auf Entfernung.

Die T-Stellung praktizieren Hunde ebenfalls ihrem Besitzer gegenüber.

Beispielsweise, wenn der Hund einen Fremden von seinem Menschen fernhalten möchte, um ihn abzuschirmen. Nett gemeint, könnte man jetzt denken, hat jedoch zur Folge, dass der Hund hierbei die Sicherung seines Menschen übernimmt. Achtet der Mensch nicht darauf und korrigiert die Positionierung seines Hundes, wird sein Vierbeiner zukünftig mehr Sicherungsaufgaben für seinen Zweibeiner übernehmen. Denn er nimmt durch das Nicht-Korrigieren des Menschen an, dass die Sicherung seine Aufgabe ist.

Nicht immer hat das Aufsuchen erhöhter Liegeplätze, die Positionierung vor einem Fenster oder unter dem Esstisch oder auch die T-Stellung negative Verhaltenskonsequenzen.

Jedoch sollte ein Hundebesitzer die Bedeutung einer solchen Positionierung des Hundes kennen. Denn sollte der Hund »plötzlich« jedem Fremden ungehalten entgegentreten, kann sich der Hundehalter den Ursprung erklären.

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