Adresspflicht für hessische Hunde | Rat Hund Tat

Adresspflicht für hessische Hunde
09. Februar 2016

Hundehalter in Hessen sind dazu verpflichtet, ihre Vierbeiner sowohl mit der Steuer- als auch mit der Adressmarke auszustatten.

Eine Nachfrage in verschiedenen Großstädten Hessens ergab, dass die wenigsten Hundehalter wissen, dass sie dazu verpflichtet sind, sowohl Steuermarke als auch Adressanhänger am Halsband ihrer Hunde zu befestigen. Wer sich nicht an die Vorschrift hält und erwischt wird, kann mit einer mündlichen Verwarnung oder einer Geldbuße zwischen 100 und 5.000 Euro rechnen.

Die FDP sieht in dieser Hundehalterpflicht ein Gefahrenpotential für kriminelle Machenschaften, denn die Hunde tragen Namen, Anschrift und Telefonnummer des Halters am Halsband. Der Abgeordnete und Rechtsanwalt Wolfgang Greilich räumt zudem ein, dass dies unter Umständen eine Lücke im Datenschutz sei. Die Parteifraktion ist darauf aufmerksam geworden, weil Meldungen wegen entführter Hunde und nachfolgender Erpressungen eingingen.

Die Landestierschutzbeauftragte Madeleine Martin sieht hingegen keine Gefahr darin, dass Hunde die sensiblen Kontaktdaten ihrer Besitzer am Körper tragen. Ihr sei noch kein Fall einer Hundeentführung bekannt geworden.

Bei den Daten des Adressanhängers handelt es sich durchaus um persönliche Informationen eines Bürgers. Und selbst wenn nicht der Hund entführt wird, weißt doch die Marke eines verloren gegangen Halsbandes auf eine Zieladresse hin. Eine Einladung für Einbrüche schlechthin.

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