Brandenburg veröffentlicht neuste Beißstatistik | Rat Hund Tat
Brandenburg veröffentlicht neuste Beißstatistik

Brandenburg veröffentlicht neuste Beißstatistik
28. Mai 2014

Das Potsdamer Innenministerium gibt die neusten Zahlen der Beißvorfälle in Brandenburg bekannt. Als Übeltäter läuft der Deutsche Schäferhund allen voran.

Grundsätzlich scheinen die Brandenburger seit 2013 mehr Einfluss auf ihre Hunde zu nehmen, als in den vorherigen Jahren. Laut Statistik erfolgten im Jahr 2011 noch 323 Angriffe auf Menschen, in 2012 waren es 302 und in 2013 nur noch 292, heißt es aus dem Innenministerium von Brandenburg.

Der Deutsche Schäferhund führt die Statistik an. Mit ihm gab es 41 Beißvorfälle, gefolgt von dem Labrador Retriever mit 19 Attacken, dem Dackel elf Mal und Mischlingshunde ohne Rassenbestimmung packten 48 Mal zu.

Frank Ulbrich, Polizeihauptkommissar, erklärt die Statistik mit: »Schäferhunde sind außerordentlich beliebt, auch im Polizeidienst.« Der Schäferhund ist eine populäre Hunderasse in Brandenburg. 23.000 Tiere dieser Rasse sind gemeldet. Im Vergleich dazu gibt es nur 10.000 Labradore.

Ulbrich meint, dass Hunde häufig mangels Erziehung zu Aggressionen neigen. Ihm ist eine strenge Hand lieber, als eine gut gemeinte Kuschelpädagogik. »Ein Hund braucht klare Regeln. Er muss wissen, das Fehlverhalten Konsequenzen hat.«  Seiner Meinung nach hat sich der Verbot von Rassen, die als besonders gefährlich gelten, bewährt gemacht. Dadurch sei die Anzahl der Beißvorfälle deutlich zurück gegangen.

Seit 2004 sind in Brandenburg Hunde der Rassen American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu verboten. Als Gutachter dieser Rassen erklärt er: »Im Gegensatz etwa zum Schäferhund werden diese Tiere hauptsächlich wegen ihrer aggressiven Eigenschaften gezüchtet«.

Besondere Vorschriften zur Haltung gelten für weitere 13 Rassenhunde, u.a. für den Dobermann und den Rottweiler. Jüngste Vorkommnisse, bei denen zwei Rottweiler von der Polizei getötet werden mussten und der Angriff eines Rottweiler auf eine Seniorin mit Hund, geben der Verordnung recht.

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