Die Hunde der Gravettien-Kultur | Rat Hund Tat
Die Hunde der Gravettien-Kultur

von Thorvaldsson (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 oder GFDL], via Wikimedia Commons

Die Hunde der Gravettien-Kultur
19. Februar 2015

Wissenschaftler untersuchten in Tschechischen Republik Relikte aus prähistorischer Zeit. Die Resultate ergaben unter anderem, dass hier bereits vor 30 tausend Jahren Menschen mit domestizierten Hunden lebten.

Professor Hervé Bocherens und seine Kollegen aus Tschechien und Belgien forschen für die Tübinger Universität und dem Senckenberg Center for Human Evolution and Paleonenvironment. Die Wissenschaftler fanden in Předmostí I, eine Siedlung bei Brünn in Tschechien, bei Ausgrabungen Relikte der Gravettien-Kultur. Das Gravettien ist das jüngere Altsteinzeitalter vor 35 bis 24.000 Jahren.

Die Analyse der Knochenfunde ergab, dass es sich sowohl um menschliche als auch tierische Knochen handelte. Des Weiteren konnte das Team die Ernährungsfrage der Einzelwesen klären. Die Menschen aßen vorwiegend Mammutfleisch, ebenso andere Karnivoren wie Braunbären, Wölfe und Vielfraße, heißt es in ihrer Veröffentlichung.

Die Befunde der Hunde hingegen divergierten dazu. Sie fraßen hauptsächlich Rentiere. Dieser Unterschied erlaubt Rückschlüsse auf die Haltungsbedingungen. Die Forscher gehen davon aus, dass die Hunde, mit in etwa der Größe eines Wolfs, eingesperrt oder zumindest angeleint lebten. Denn eine derart strenge Kontrolle der Nahrung wäre sonst nicht möglich gewesen. Zumal die zu der Zeit domestizierten Hunde sicherlich noch ähnlich gefährlich waren wie die Wölfe.

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