Dog Spinning Ritual ist verboten | Rat Hund Tat
Dog Spinning Ritual ist verboten

Symbolbild

Dog Spinning Ritual ist verboten
24. Mai 2017

Das Praktizieren der bulgarischen Tradition »Trichane na kuche« steht seit 2006 unter Strafe.

Immer wieder kreisen Bilder und Gerüchte über das traditionelle »Dog Spinning« in Bulgarien durch die sozialen Netzwerke.

Bei dem traditionellen »Trichane na kuche« (»der drehende Hund«) wird einem Hund ein Seil um den Brustkorb gelegt. Das Seil wird aufgezwirbelt und nach einigen Windungen wird der Hund mit diesem Seil ca. drei bis vier Meter über einen Fluss gehängt. Sobald er über dem Wasser hängt, dreht das Gezwirbelte auf. Die Hunde drehen mit so hoher Geschwindigkeit, dass vielen von ihnen das Bewusstsein verlieren. Hat sich das Seil abgewickelt, fallen die Hunde ins Wasser. Die Prozedur dauert ca. 15 bis 20 Sekunden. Sinn der ganzen Aktion soll sein, dass Dorf vor Unheil zu schützen, vom Bösen zu befreien und die Fruchtbarkeit zu erhöhen.

Bereits 2006 gab es international massive Proteste gegen das Dog Spinning, woraufhin es gesetzlich verboten wurde.

Leider genehmigte im Jahr 2011 der Bürgermeister des kleinen bulgarischen Dorfs Brodilovo ein erneutes Dog Spinning. Er meinte, die alte Tradition würde seinen Bürgern Hoffnung in schlechten Zeiten schenken.

Das 2011 angeordnete Tierschutzgesetz verbietet das Quälen von Tieren, was mit einer ordentlichen Geldstrafe und bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft wird. Und Bulgariens Regierung setzt dies auch durch. Nicht zuletzt aufgrund der öffentlichen Präsenz durch die Tierschutzorganisation »Animal Rescue Sofia«.

Die Tierschutzorganisation meldet nicht nur Verstöße, sondern fordert die Regierung und die Staatsanwaltschaft zu massivem Durchgreifen auf. Zudem startet sie immer wieder Petitionen, die eine Wiederholung dieser tierquälerischen Handlungen verhindern soll.

Seit 2014 scheint es keine unrechtmäßigen Traditionspraxen mehr gegeben zu haben. Daher können zur Zeit kreisende Fotos nicht wirklich aktuell sein.

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