Ein Brauchtum stirbt aus | Rat Hund Tat
Ein Brauchtum stirbt aus

Ein Brauchtum stirbt aus
30. Oktober 2014

Das Verspeisen von Hundefleisch ist in asiatischen Ländern eine alte Tradition. Doch die junge Generation lehnt diese Gepflogenheit kategorisch ab.

Für viele Europäer ist das Essen von Hundefleisch ein abstoßender Gedanke. In Südkorea, China und Vietnam ist es eine Jahrtausende alte Tradition. In einem koreanischen Medizinbuch aus dem 17. Jahrhundert wird die gesundheitliche Effizienz durch Verzehr von Hundefleisch beschrieben. Doch was damals noch als positiv bewertet wurde, gilt heute nicht mehr als fortschrittlich.

Die jetzige Generation ist aufgeklärter und lehnt Hundefleisch als Nahrungsmittel ab. Der Verband der industriellen Hundezüchter glaubt zwar nicht an ein Aussterben der Branche, doch die Hundeschlachter sehen einen Rückgang um die Hälfte an ihren Verkaufszahlen. Eine Restaurantbesitzerin, die über 30 Jahren ihr Lokal bewirtschaftete, schließt ihre Türen. Früher verkaufte sie das Doppelte an Boshintang, einen traditionellen Eintopf mit Hundefleisch. Für sie lohne sich das Geschäft nicht mehr, sagt die 58-jährige Frau.

Besonders den Koreanern ist die Lust auf Hundefleisch vergangen. Moderne Lebensumstände bringen Fernsehsendungen mit niedlichen Welpen und treuen Hundeaugen in die Wohnzimmer. Durch die Aufklärung des qualvollen Todes der Hunde durch die Tierschutzaktivisten werden immer mehr Menschen aufmerksam. Die Zahl der Hundebesitzer stieg in den letzten Jahren in Südkorea um ein vielfaches an. Mittlerweile hält sich jeder fünfte Haushalt einen Vierbeiner.

Die Zukunft siegt über eine alte Tradition. Die junge Generation präferiert Rind, Schwein, Huhn oder Ente als Ersatzfleisch in ihren Nationalgerichten.

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