Hundehalter sollen Konsequenzen tragen | Rat Hund Tat
Hundehalter sollen Konsequenzen tragen

Hundehalter sollen Konsequenzen tragen
12. Februar 2015

Kaum eine Gemeinde klagt nicht über zurückgelassene Hundekothaufen. Die Hundehalter in Pfaffenhofen an der Glonn erleben jetzt die Konsequenzen.

Der Gemeindevorstand von Pfaffenhofen a.d. Glonn diskutiert seit langem das Problem der Verschmutzung öffentlicher Wege und Grünflächen durch Hundekot. Im Dezember 2014 plädierte Bürgermeister Helmut Zech noch für Hund und Halter. Er glaubte an deren »Vernunft« und, obwohl nicht alle Gemeinderäte seiner Meinung waren, lehnte er eine neue Verordnung ab.

Gemeinderatsmitglied Andreas Riedelberger ließ es nicht auf sich beruhen und stellte einen Antrag auf generelle Leinenpflicht für sogenannte Kampfhunde und alle Hunde ab Schulterhöhe 50 Zentimeter. Dem Antrag wurde, ohne weitere Diskussionen, zugestimmt. In dieser Verordnung heißt es, dass große Hunde jederzeit und überall an einer Leine zu führen sind, die nicht länger als drei Meter ist. Außerdem müssen die Vierbeiner von Personen geführt werden, die sie »körperlich beherrschen«. Ausgenommen von der Regelung sind Blindenführhunde, Diensthunde der Behörden im Einsatz und Wachhunde von Gewerbeobjekten.

Bußgelder werden gegen nicht angeleinte Hunde in Feld, Wald, Wiesen und auf öffentlichen Wegen und zu lange Hundeleinen erhoben. Anders ist es bei Personen, deren körperliche Beschaffenheit nicht zu der des Hundes passt und Hundehaltern, die ihren Vierbeiner »vorsätzlich« in der Öffentlichkeit lösen lassen. Die Strafen bewegen sich zwischen fünf und eintausend Euro bei Vorsätzlichkeit, zwischen fünf und fünfhundert Euro bei Fahrlässigkeit oder als Verwarnungsgeld von fünf bis fünfunddreißig Euro.

Hundehalter dürfen mit Spannung auf die Kippung dieser ungleich behandelnden Verordnung warten, die zudem gegen das Bundestierschutzgesetz auf »ausreichende Freilaufflächen für Hunde im Freien« verstößt. Doch nicht nur diese Punkte lassen die Verordnung an einen Aprilscherz grenzen. Denn der Ausgangspunkt ist die Kotverschmutzung der Öffentlichkeit, die ganz sicher auch von kleineren Hunden verursacht wird.

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