Hundeschulen sprießen aus dem Boden | Rat Hund Tat
Hundeschulen sprießen aus dem Boden

Hundeschulen sprießen aus dem Boden
04. Juni 2014

2.200 Hundeschulen gibt es zurzeit in Deutschland. Nicht jeder Betreiber ist fachlich kompetent. Der BHV und die IHK Potsdam versuchen nun Abhilfe zu schaffen.

Welche Hundeschule ist gut? In welcher Hundeschule werde ich fachlich kompetent beraten? Das sind die häufigsten Fragen, die sich Hundebesitzer stellen.

Die große Anzahl an Hundeschulen in Deutschland steigt stetig an. Waren vor sieben Jahren gerade einmal 765 gemeldet, sind es aktuell bereits 2.200. Jedoch verfügt nicht jede dieser Schulen über eine solide Fachkompetenz. Die Bezeichnungen Hundetrainer, Verhaltensberater oder Hundeerzieher sind keine geschützten Berufsbezeichnungen. Sie unterliegen keiner gesetzlichen Bestimmung und so kann sich jeder, der mit Mensch und Hund arbeiten möchte, Hundetrainer nennen. Dadurch gibt es viele unterschiedlich kompetente Vertreter dieser Branche, die momentan einen Boom erlebt.

Der BHV (Bundesverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) und die IHK (Industrie- und Handelskammer) Potsdam versuchen, hier Abhilfe zu schaffen. Eine einheitliche Ausbildung muss her, meinen sieben deutsche Hundetrainerverbände. Durch die Vereinigung der Verbände und der Zusammenstellung eines Komitees aus 1.500 Fachleuten, soll nun ein einheitlicher Standard für eine staatlich anerkannte Berufsausbildung für Hundeerzieher und Verhaltensberater entstehen.

Das vorläufige Ergebnis wurde im Februar 2013 auf einem Symposium vorgestellt. Geplant ist ein komprimierter Zertifizierungslehrgang für Hundeschulen und -trainer, die ihr Unternehmen länger als 4 Jahre führen. Bei erfolgreichem Abschluss erhält der Teilnehmer eine IHK Zertifizierung. Zusätzlich wird den Mitgliedern der einzelnen Verbände ein Art Gütesiegel ausgestellt, welches belegen soll, dass in der Hundeschule gewaltfreie Arbeit praktiziert wird.

Ob und inwieweit diese Änderungen die Qualität der Hundeschulen verbessern werden, bleibt abzuwarten. Auch wenn damit immer noch keine staatliche Anerkennung erreicht ist, wurde der erste Schritt zu einer besseren Qualitätskontrolle getan.

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