Impfkampagne für Straßenhunde auf Bali | Rat Hund Tat
Impfkampagne für Straßenhunde auf Bali

Impfkampagne für Straßenhunde auf Bali
11. Mai 2015

Die indonesische Regierung startet erneut eine Impfkampagne gegen Tollwut. Aufgrund ihrer Erfahrungen weiß sie, dass Impfen erfolgreicher ist, als das töten der Straßenhunde.

Fast 400 000 Hunde leben auf Bali, eine der kleinen Sudan-Inseln von Indonesien im Indischen Ozean. Bali hat eine Fläche von ca. 5.600 km², die sich, geschätzte 400 000 Hunde teilen müssen. Das macht auf einer Fläche von einem Quadratkilometer ca. 70 Hunde. Im Vergleich zu Deutschland, hier teilen sich knapp vier Hunde diese Fläche, besteht auf Bali damit eine enorme Überpopulation.

Dennoch scheint es deutlich weniger Zwischenfälle zu geben, als in unserem Land. Wohl nicht zuletzt, weil die Einheimischen ihre Hunde »leben lassen«, wie sie es mögen. Der Großteil der Bevölkerung ist hinduistisch und schätzt die Dienste der freilebenden Hunde. Doch diese Freiheit ohne tierärztliche Versorgung birgt die Gefahr von Krankheiten, und zwar von Tollwutinfektionen.

Im Januar 2008 wurde ein Kind von einem infizierten Hund gebissen. Sie zählte zu den knapp 100 Opfern des Tollwutvirus. Damals reagierten die Behörden mit Tötung der streunenden Hunde. Sogar die Bevölkerung wurde offiziell dazu ermutigt, erkrankte Tiere sofort zu töten. Ein Appell, der die Tierschützer, auf den Plan rief.

Janice Girardi, Gründerin der Tierschutzorganisation BAWA, erklärt: »… viele Menschen wissen nicht, wie man Tollwutsymptome erkennt und verfallen unnötig in Panik.« In Kooperation mit Tierärzten und dem Landwirtschaftsministerium starteten sie eine Aufklärungs- und Impfkampagne und überzeugten damit die Regierung, dass Impfen effektiver ist, als die Tötung der Hunde.

In den nächsten zwei Jahren ging die Zahl Tollwutopfer auf 149 zurück, in 2014 starben »nur« drei Personen an dem Virus. Durch einen erneuten Anstieg der Infektionsträger, werden in den nächsten drei Monaten 110 Teams auf Bali unterwegs sein, um die Hunde zu impfen. Zunächst beginnen die Tierschützer und Veterinäre die Aktion in den Gebieten, in denen Fälle von Tollwut bekannt sind.

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