Jogger zur Verteidigung genötigt | Rat Hund Tat
Jogger zur Verteidigung genötigt

Jogger zur Verteidigung genötigt
05. März 2015

Umringt von einem Rudel freilaufender Hunde, zieht ein Jogger verzweifelt seine Schreckschusspistole. Das Amtsgericht Augsburg verhandelt in diesem Fall.

Der 33 Jahre alte Mann stand als Zeuge und Geschädigter vor dem Amtsgericht Augsburg. Grund der Verhandlung war ein Vorfall, bei dem er als Jogger von einer Hundemeute umringt und zum Stillstand gezwungen wurde. Als einer der freilaufenden Hunde ihn in den Oberschenkel biss, zog er seine Schreckschusspistole und feuerte einen Schuss in den Boden ab.

Vor Gericht beteuerte die angeklagte Hundehalterin, dass ihre Hunde gutmütige Tiere seien, sie nur spielen wollten und sich gar nicht in der Nähe des Freizeitsportlers befanden. Demnach könne keiner ihrer sieben freilaufenden Hunde den Mann gebissen haben. Sie seien viel mehr mit den beiden Hunden einer Hundebekanntschaft, ebenfalls im Freilauf, beschäftigt gewesen.

Der Schuss aus der Pistole rief damals die Polizei ins Geschehen. Die Beamten sagten im Zeugenstand aus, dass auch sie von der Hundemeute umringt wurden, als sie ihren Streifenwagen verließen. Die Tiere seien ruhig gewesen, jedoch war auch ihnen mulmig zumute. Auch sie hätten die Hand bereits an ihre Waffe gelegt.

Das Amtsgericht schenkte dem Geschädigten und der Polizei glauben. Offensichtlich habe die 52-jährige Frau ihre Hunde nicht unter Kontrolle gehabt. Es folgte dem Strafantrag der Staatsanwaltschaft und verurteilte die Hundehalterin zu 600,- Euro Geldstrafe.

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