Keine Extrawurst für Therapiehunde | Rat Hund Tat
Keine Extrawurst für Therapiehunde

Symbolbild

Keine Extrawurst für Therapiehunde
20. Oktober 2016

Der Stadtrat in Overath lehnt einen Antrag zur Steuerbefreiung für einen Therapiehund ab. Nur gewerblich genutzte Hunde haben ein Recht auf Steuerbefreiung.

Therapiehündin Jule war bis letztes Jahr von der Hundesteuer befreit, weil sie als Blindenführhund eingestuft war. Anfang 2016 bemerkte das zuständige Amt seinen »Fehler« und schickte Frau Außen den Jahressteuerbescheid für die Hundesteuer. 

Frau Dörte Außen reichte beim Stadtrat einen Antrag zur Steuerbefreiung für ihre Hündin Jule ein, da ihr Hund ihrer Meinung nach, im »Dienst der Öffentlichkeit« stünde. Der Stadtrat lehnte den Antrag ab. 

Ende Juli entschied derselbe Ausschuss über den Antrag der Jägerschaft zur vollen Steuerbefreiung für Schweißhunde und Halbierung der Hundesteuer für Jagdhunde. Diesem Antrag wurde, mit der Begründung, die Hunde stehen im Dienst der Öffentlichkeit, zugestimmt.

Für Therapiehunde wie Jule gibt es in Overath keine Extrawurst.

Die Bearded-Collie Hündin Jule schloss ihre Ausbildung zum Therapiehund vor sechs Jahren ab. Seit dieser Zeit arbeitet Jule zweimal wöchentlich mit Frauchen Dörte in Kindergärten und Schulen.

»In den letzten sechs Jahren haben wir unzähligen Kindern den artgerechten Umgang mit dem Tier beigebracht und so einen wesentlichen Beitrag der Vermeidung von Unfällen mit Hunden beigesteuert«, argumentiert Dörte Außen. 

Laut Satzungen der einzelnen Kommunen sind Hunde nur dann steuerbefreit, wenn sie einen gewerblichen Nutzen haben.

Therapiehunde sind in einigen Kreisen in der Satzung nicht einmal aufgeführt, daher gibt es auch keine Extrawurst für die Hunde, begründen die Ratsmitglieder die Ablehnung.

Warum die Stadtratsmitglieder einen Unterschied zwischen Therapiehunden und Jagdhunden machen, konnte Dörte Außen nicht in Erfahrung bringen. Sie zahlt ab sofort 96 Euro Hundesteuer pro Jahr für Jule.

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