Nicht der Wolf war der Bösewicht | Rat Hund Tat
Nicht der Wolf war der Bösewicht

Nicht der Wolf war der Bösewicht
06. März 2015

In Kreuth am Tegernsee wurde eine Rothirschkuh tot aufgefunden. Alle Spuren deuteten auf den Riss eines großen Kaniden hin.

Vor ein paar Wochen fanden Jäger im Mangfallgebirge bei Kreuth eine respektable Rothirschkuh tot auf. Zur Aufklärung des Hergangs wurde das »Netzwerk großer Beutegreifer« eingeschaltet. Nach deren Spurensicherung dokumentierten sie, dass der Beutegreifer ein »großer Kanide«, ein Wolf, gewesen sein muss. Die Spuren im Schnee seien genauso eindeutig wie die Verletzungen der Hirschkuh. Zur definitiven Abklärung entsendete man Fell, Haare und andere Materialien an das Landesamt für Umwelt nach Augsburg.

Die Annahme, Wölfe trieben hier ihr Unwesen, besorgt die Almbauern. Noch sind Kühe und Kälber im sicheren Stall untergebracht. Doch wie soll es werden, wenn sie zum Grasen wieder auf der Alm sind? Seit längerem wird die Rückkehr von Wölfen in der Region beobachtet. Die Wolfsbeauftragte des »Almwirtschaftlichen Vereins«, Almbäuerin Brigitta Regauer, ist, wie viele ihrer Berufs- und Verbandskollegen, gegen die Ansiedlung der Wölfe.

Seit dem Jahr 2010, in dem ein Wolf sich das Jahr über von acht Schafen ernährte, werden immer wieder Forderung laut. Wölfe sollen umgesiedelt oder gar geschossen werden, sollte eine »Entnahme«, wie der Verein es nennt, erfolglos bleiben.

Glücklicherweise ist der Wolf jedoch streng geschützt. Denn die Ergebnisse der Proben liegen nun vor: Es war kein Wolf, der sich die Hirschkuh zur Beute machte. Eindeutig über Haarbefund und Speichelprobe nachgewiesen, wurde sie von mehreren Hunden gerissen, gibt das LfU bekannt.

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