Polizei stoppt russischen Tiertransporter | Rat Hund Tat
Polizei stoppt russischen Tiertransporter

von Jocelyn Augustino (This image is from the FEMA Photo Library.) [Public domain], via Wikimedia Commons

Polizei stoppt russischen Tiertransporter
03. August 2016

Bei über 40 Grad Celsius saßen 22 Tiere auf engstem Raum in einem Transporter, der angeblich im Namen des Tierschutzes unterwegs war.

Eine Polizeikontrolle stoppte an der Raststätte Medenbach auf der A3 in Hessen einen russischen Kleintransporter. Die Beamten fanden darin 22 Hunde, zumeist Jungtiere, und das bei über 40 Grad Innenraumtemperatur.

»Die Tiere waren total verdreckt, erschöpft und eingeschüchtert von der langen Reise. Insgesamt in einem sehr schlechten Zustand«, teilte die Leiterin des Vet. Amts Wiesbaden, Frau Andrea Escher, mit.

Sechs Hunde konnten nach einer kurzen Überprüfung an die Empfänger weitergegeben werden. 16 Hunde bleiben vorerst in der Obhut des Amtes, das den Aufenthaltsort geheim hält. Sofern die Papiere korrekt sind und die Einreisebestimmungen eingehalten wurden, sollen sie in den nächsten Tagen an die Besteller ausgeliefert werden.

Frau Eschers betont, sich auf diese Weise einen Hund anzuschaffen, sei überaus bedenklich. Hunde, die über das Internet aus Russland unter dem Vorwand des Tierschutzes angeboten werden, sind überaus schwierig, weil sie nicht auf Menschen sozialisiert sind. Oftmals handelt es sich um eingefangene Hunde, die extrem menschenscheu sind, was die neuen Hundebesitzer wissen sollten. Allein die Umladung der Hunde war eine Herausforderung, weil sich die Hunde nicht berühren ließen.

»Diese Tiere machen viel Arbeit und oft sind die neuen Besitzer überfordert«, erklärt Frau Escher weiter. Hunden im Ausland zu helfen, dagegen spricht sich die Amtstierärztin nicht aus. »Aber wenn die Tiere dann unter solchen Bedingungen nach Deutschland transportiert werden, hat das mit Tierschutz meiner Meinung nach nicht mehr viel zu tun.«

Ob der geringe Kaufpreis von 150 bis 300 Euro, der als Spende deklariert ist, diese Praxis rechtfertigt, kann jeder Käufer nur für selbst beantworten.

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