Polizeihund verliert Contenance | Rat Hund Tat
Polizeihund verliert Contenance

Symbolbild

Polizeihund verliert Contenance
27. März 2017

Die Hunde der Polizei sollen immer und überall absolute Selbstdisziplin zeigen. Doch auch sie sind hin und wieder einfach nur Hunde.

Die Ehefrau des Hundeführers macht sich mit Polizeihund „Chuck“ auf den Weg zu einem Spaziergang. Als die Beiden entlang des Nachbargrundstücks gehen, nimmt Chuck die Witterung von »Tiger«, dem Kater der Nachbarn auf.

Chuck verliert seine Contenance, reißt sich los, überwindet die Grundstücksmauer und greift Tiger an.

Der Kater überlebt den Kampf, wird aber schwer verletzt. Die Gesamtkosten für Tierarzt, Operationen und Medikamente belaufen sich schnell auf 4000 Euro. Der Katzenhalter fordert eine Kostenübernahme vom Land Niedersachsen.

Das Land zahlt nur die Hälfte der Kosten und begründet seine großzügige Abrundung des Betrags mit: »Die Kosten seien im Hinblick auf Alter und Wert des Katers zu hoch.«

Tigers Halter reichen eine Klage ein und bekommen Recht.

Das Land Niedersachsen muss den Schaden in voller Höhe zahlen, inkl. der Heilbehandlungen. Das Tierschutzgesetz wird durch das Grundgesetz gestützt. Bei der Verletzung eines Tieres durch ein anderes, können Behandlungskosten nicht immer genau bestimmt werden. Folgekosten gehen zu Lasten des Verursachers. Des Weiteren darf das Leben eines Tieres nicht unter wirtschaftlichen Aspekten betrachtet werden. In diesem Falle ist Kater »Tiger« gänzlich unschuldig an dem Angriff und hat somit ein Recht auf Maximalversorgung.

Hundenachrichten

Diese Seite teilen

  • Facebook

  • Twitter

  • google+

Das könnte sie auch interessieren.

Rat und Tat

Besuchen Sie uns auf

  • facebook

    facebook
  • google+

    google+
  • twitter

    twitter
  • youtube

    youtube