Preußenhofbesitzerin wehrt sich gegen eine Schließung | Rat Hund Tat
Preußenhofbesitzerin wehrt sich gegen eine Schließung

Preußenhofbesitzerin wehrt sich gegen eine Schließung
17. April 2014

Frau Inga Snelsire betreibt den Preußenhof in Berlin-Spandau seit 46 Jahren. Nun steht die 75-Jährige vor dem Aus. Trotz umfangreicher Sanierungen schließt das Veterinäramt die Anlage.

Frau Snelsire, Besitzerin des Preußenhofs, ist wütend und verzweifelt. Seit über einem Jahr fühlt sie sich vom Amt für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung gegängelt. Ständig käme das Amt mit neuen Auflagen und Forderungen. »Wir haben umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, die Mängel zu den Vorwürfen, die erhoben wurden, beseitigt. Doch für das Amt konnten wir nichts richtig oder gut genug machen. Wir hatten sehr bald das Gefühl, die Amtstierärztin will unseren Hof möglichst schnell schließen lassen und unseren Betrieb ruinieren«, wirft sie den zuständigen Behörden vor.

Der Preußenhof ist seit vielen Jahren ein Institution für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.  Die betriebseigenen Pferde und Ponys werden für Kurse und Reitunterricht zur Verfügung gestellt. Warum sie allerdings ihre 37 Pferde verkaufen musste, weiß die Seniorin bis heute nicht.

Frau Snelsire räumt ein, dass es in der Hundepension Mängel gab, die jedoch ausgeräumt wurden. Im Bereich der Hundepension investierte die Betreiberin viele Euros für Glasbausteine, die in den Hundezimmern für mehr Licht sorgten, geflieste Fußböden und neue Türen. Jetzt bekämen die Hunde nicht genügend Bewegungsmöglichkeit.

Rückendeckung bekommt Frau Snelsire von der Diplomverwaltungswirtin und Sprecherin des Hofes, Tina Kube. Sie teilte dem Amt mit, dass die Hunde 6.000 Quadratmeter zur Verfügung haben. Nur wenn draußen Reitunterricht erteilt wird, bekommen die Hunde aus Sicherheitsgründen eine Freilaufpause.

Jüngste Entscheidungen der Amtstierärztin erfolgten am 4. März diesen Jahres. Bei einem Kontrollbesuch teilte sie der Hofbesitzerin mit, dass sie ab sofort keine Berechtigung mehr hätte, Tiere zu halten oder zu betreuen. Zudem wurden ihr drei von den sechs Privathunden abgenommen, weil sie angeblich nicht befähigt wäre, sich um die Tiere zu kümmern, berichtet Frau Kube.

Tina Kube ist nicht gewillt, das hinzunehmen: »Wir werden Strafanzeige gegen das Amt erstatten. Dieser Hof war vielleicht nicht perfekt. Aber es war ein traditionsreicher, ordentlich geführter Hof, auf dem es Menschen und Tieren gut ging. Wir sind sehr ungerecht behandelt worden.«

Stephan Machulik ist der zuständige Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnungsangelegenheiten. Als dem Veterinäramt übergeordnete Instanz äußert er sich nicht zu dem Sachverhalt. Er möchte die laufenden Ermittlungen nicht gefährden.

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