Schadensersatzklage gegen Mops Züchterin | Rat Hund Tat
Schadensersatzklage gegen Mops Züchterin

Symbolbild

Schadensersatzklage gegen Mops Züchterin
13. Juni 2017

Das Landgericht Ingolstadt verliest das Urteil gegen eine Mops Züchterin und entscheidet auf Kaufpreisminderung.

Die Käuferin von Mops Hündin »Ronja« verklagte die Züchterin auf 75 Prozent Kaufpreisminderung und Schadensersatzzahlung in Höhe von über 5000 Euro.

Der Vorwurf der Klägerin war, dass die Züchterin Ronja mit wissentlichen Gendefekten an sie verkaufte.

Ronja wurde im April 2012 geboren und im Mai für 1400 Euro an die Klägerin verkauft. Zwei Jahre später zeigte sich der erste epileptische Anfall bei Ronja. Die Käuferin ließ Ronja durchchecken.

Das Ergebnis von Ronjas Untersuchung war erschütternd.

Bei der kleinen Mopsdame wurden eine Meningitis (Gehirnhautentzündung) und Ödeme im Gehirn nachgewiesen. Zudem hat die Hündin einen Hydrocephalus (Wasserkopf) sowie die genetisch bedingte Mopsencephalitis, die fast immer tödlich verläuft.

Das Landgericht Ingolstadt unterschied bei seiner Rechtsprechung die Kaufpreisminderung und die bis dato angefallenen Tierarztkosten.

Im Urteil heißt es, dass die Züchterin gewerblich züchtet, wofür die Vielzahl der verkauften Welpen spricht. Demnach müsse sie gewährleisten, dass ihre verkauften Hunde gesund sind, was ein veterinärmedizinisches Gutachten wiederlegt. Eine Kaufpreisminderung von 50 Prozent (700 €) sei damit rechtens und von der Züchterin zu erstatten.

Die Tierarztkosten hingegen braucht die Züchterin nicht zu erstatten, da sie nicht zwingend von der Züchterin verschuldet wurden. Die Züchterin habe von den Gendefekten nichts gewusst, was auch nicht erforderlich sei. Beim Verkauf von Ronja waren keine Krankheitssymptome bekannt und die Hundeeltern seien ebenfalls unauffällig gewesen. Die Verpflichtung eines Gentests gibt es in Deutschland nicht und konnte zum Zeitpunkt des Verkaufs in Deutschland ohnehin nicht gemacht werden.

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