Schäferhund der Schwester verursacht Streit | Rat Hund Tat
Schäferhund der Schwester verursacht Streit

Schäferhund der Schwester verursacht Streit
10. August 2015

Bruder und Schwester einer Erbengemeinschaft streiten vor Gericht. Anlass ist der Schäferhund der Schwester. Richter entscheiden für den Bruder.

In München standen Bruder und Schwester vor Gericht. Anlass dazu gab der Schäferhund der Schwester, der laut Aussage des Bruders angsteinflößend, unkontrolliert und aggressiv sei. Zudem löse er sich nur im Gemeinschaftsgarten und die Schwester entferne die Hinterlassenschaften nur sporadisch.

Die Schwester, 51 Jahre alt, behauptete vor Gericht, ihr Hund sei friedlich. Er habe vor drei Jahren die Begleithundeprüfung bestanden. Er würde ihren Bruder und ihre Schwägerin nur aufgrund von Provokationen anbellen. Der Garten gehöre beiden Parteien, daher wäre es legitim, ihren Hund unangeleint zum Lösen in den Garten zu lassen.

Dummerweise gab es Beweismaterial auf Video, das die Aussage des Bruders, der mit seiner Ehefrau das Erdgeschoß des Hauses bewohnt, untermauert. Die Richter sahen, wie die Hundehalterin versuchte ihren Hund in sitzender Position zwischen ihren Beinen zu halten, als ihr Bruder samt Frau durch den Garten ging. Nur schwerlich konnte sie verhindern, dass der Schäferhund auf das Ehepaar zuläuft. Sein Gebell war bedrohlich mit gefletschten Zähnen.

Die Richter fackelten nicht lange und entschieden zugunsten des Bruders. »Es muss nicht erst abgewartet werden, dass es zu einer Beißattacke kommt. Und es ist unerheblich, ob der Bruder und seine Frau den Hund gereizt haben. Denn selbst dann würde es nicht gerechtfertigt sein, dass sie von dem Hund gebissen werden.« In der bestandenen Begleithundeprüfung wird zudem nicht die Beklagte als Hundeführerin genannt.

Das Gericht ordnete eine Leinen- und Maulkorbpflicht für den Schäferhund im Hof, Garten und Treppenhaus an. Zusätzlich verpflichtete es die Schwester, zum Lösen des Hundes das Grundstück zu verlassen. Bei Verstoß gegen diese Auflagen drohe ihr ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro.

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