Schönheitsideal mit Folgekosten | Rat Hund Tat
Schönheitsideal mit Folgekosten

Schönheitsideal mit Folgekosten
28. Januar 2015

Qualzuchten können den Geldbeutel der Hundebesitzer strapazieren, werden lebensbereichernde Operationen notwendig.

Vom Menschen so gewollt, leiden überzüchtete Hunderassen unter ihren Missbildungen. Zu kurze Nasen, verformte Wirbelsäulen, hängende Augenlieder, zu lange Ohren, um nur einiges zu nennen. So sehen heutzutage die Modehunde aus. Den Trend, auf die Rassen Mops, Französische Bulldogge, Chihuahua, Basset, Shar-Pei, etc.  zuzugreifen, setzen prominente Personen. Doch sie können sich kostspielige Operationen, die das Leben ihrer Vierbeiner erst lebenswert machen, leisten.

Für den Normalbürger sind solche Eingriffe nur selten zu bezahlen. Rassehunde, die bereits krank zur Welt kommen, zählen zu den Qualzuchten und sind seit vergangenem Jahr in Deutschland gesetzlich verboten. Doch gerade die Französische Bulldogge wird immer beliebter, dank ihres angenehmen Wesens. Nahezu ausnahmslos leiden die Hunde mit zunehmendem Alter unter massiven Atemproblemen, denn ihre Schnauze und damit die Nase, ist zu kurz. Wegen der missgebildeten Wirbelsäule haben sie häufig Bandscheibenvorfälle. Unglücklicherweise kommen häufig noch Haut- und Kniegelenksprobleme hinzu.

Tierarzt Nico Kipfer, Präsident der Gesellschaft Züricher Tierärzte, sagt, dass eine Rückenoperation ca. 3.000 Franken (knapp 2.500 Euro) und ein gerissenes Kreuzband 1.500 Franken koste. Tierische Krankenversicherungen wissen um die genetische Problematik von Rassehunden. Im Kleingedruckten der Verträge schließen sie die Kostenübernahme für OPs von Geburtsgebrechen aus.

Den Interessenten dieser Hunderassen rät Tierärztin Yvonne Jausi, Mitglied der schweizerischen kynologischen Gesellschaft, Welpen sorgfältig auszuwählen. Die Eltern sollten frei atmen können. Eine Schweizer Züchterin empfiehlt: «Legen Sie jeden Monat einen bestimmten Betrag zur Seite. So können Sie den Schock beim Tierarzt vermeiden.»

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