Zwei Jahre Haft für skrupellose Welpenhändler | Rat Hund Tat
Zwei Jahre Haft für skrupellose Welpenhändler

Zwei Jahre Haft für skrupellose Welpenhändler
02. Juli 2015

Das Gerichtsverfahren des Welpenhändler-Ehepaares aus dem Mühlviertel, Oberösterreich, endete mit einer Verurteilung für die Angeklagten.

Im Mai diesen Jahres berichteten wir von einem Ehepaar aus Österreich, das unter dem Verdacht des illegalen Welpenhandels stand. Der 43-jährige Mann und seine 52 Jahre alte Ehefrau betrieben seit fünf Jahren eine Hundezucht auf einem Bauernhof in Rohrbach. Doch von Zucht war hier nicht viel zu sehen. Vielmehr handelte es sich um gewinnbringende Welpenvermehrung.

Tierschützer und Veterinäramt schritten ein und beschlagnahmten die Hunde, als es zu zahlreichen Beschwerden und Anzeigen der Käufer kam. Bei der Überprüfung des Hofs wurden tierschutzrelevante Haltungsbedingungen festgestellt. Zudem handelte das Ehepaar betrügerisch, denn kaum ein Welpe wurde gesund an seine Besitzer übergeben, obwohl sie im Internet mit »topfit« und »aus bester Zucht« beschrieben wurden.

In der Gerichtsverhandlung kamen Käufer, Amtstierarzt und der Haustierarzt des Händlerpaars zu Wort. Er verstrickte sich bei seiner Aussage in Widersprüche. Er hatte angeblich über 700 Hunde untersucht und geimpft. Fraglich also, wieso bei 270 Tieren Parvovirose und andere Parasiten festgestellt wurden. Gleiches gilt für die Keimbelastung der Zwinger.

Der vorsitzende Richter Oliver Schoßwohl ermahnte den Tierarzt bei seiner Aussage: »Wollen Sie die Angeklagten schützen?« Vorliegende Gesundheitszeugnisse der Welpen seien eindeutig gefälscht.

Das Gericht entschied aufgrund der Beweislast, die aus Deutschland stammende Frau mit zwei Jahren Freiheitsentzug ohne Bewährung zu bestrafen. Sie ist bereits in Deutschland in vier gleichen Fällen vorbestraft. Ihr Ehemann wird ein Drittel der Strafe absitzen müssen. Die restliche Zeit bekam er zur Bewährung. Zudem muss das Ehepaar Schadensersatz leisten und über einhundert Käufern den Kaufpreis erstatten. Die Verteidigung will in Berufung gehen.

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