Bench Aufbau | Rat Hund Tat
Bench Aufbau

Bench Aufbau

Luxus Hundezimmer

Eine Bench ist ein Zimmerkennel (Gitterbox), indem der Hund einen Rückzugsort findet, um zur Ruhe kommen zu können. Sie wird dem Hund als sein eigenes Zimmer angeboten, worin er schlafen, spielen, kauen und dösen kann bzw. soll, wenn der Mensch ihn nicht beaufsichtigen kann.

Zusätzlich darf sie jederzeit eingesetzt werden, wenn der Hund Probleme mit Besuchern hat, um ihm Sicherheit und Schutz zu generieren. Welpen und Junghunde, die gerade ihre hyperaktive Phase durchlaufen und der Mensch sie selbst durch Holding nicht beruhigen kann, kommen in einer Bench schneller wieder runter als bei stetiger Aufmerksamkeit.

In den ersten Lebensjahren eines Hunde, in denen die Priorität in der Erziehung liegt, kann eine Bench dem Menschen die Möglichkeit der aktiven Ignoranz geben. Aktive Ignoranz bedeutet hierbei, dem Hund keinerlei Aufmerksamkeit zu schenken, egal was er in diesem Moment im Schilde führt.

Grundsätzlich sollte die Bench für den Hund etwas Positives darstellen und niemals zum weg- oder einsperren, sprich als Strafe eingesetzt werden.

Bei einer frühzeitigen Gewöhnung durch einen positiven Aufbau, wird der Hund sein »Eigenheim« rasch wertschätzen. Die Funktion ist nicht als interner Zwinger zu verstehen.

Welpen, Junghunde und Hunde die bisher zu wenig Eingrenzung kennenlernten, werden zu Beginn in der Bench gerne »quengeln«. Nach einiger Zeit begrüßen sie den geringeren Raum und die damit abgenommenen Verpflichtungen. Vergleichbar ist die Bench mit einem Kinderzimmer, in das unsere Sprösslinge hin und wieder geschickt werden, damit die Eltern einmal innehalten können, oder umgekehrt.

Die Bench wird an einem strategisch unwichtigen Platz aufgebaut.

Das bedeutet, dass der Hund aus dem Inneren heraus keine Laufwege durch die Wohnräume, die Haustür oder den heimischen Garten überwachen kann. Das würde den Sinn-Nutzen-Faktor zunichtemachen. Er sollte jedoch seine Bezugspersonen daraus beobachten können. Denn ein nicht zu verachtender Punkt ist, dass er dadurch erfährt, wie sein Mensch das Leben der Familie, das erste Umfeld und Besucher managet. In diesem Zusammenhang handelt es nicht um die Kontrolle des menschlichen Verhaltens auf Distanz.

Gitterkennel sind optisch wenig ansprechend, sie können aber mit einer Husse, passend zum Interieur verschönt werden.

Im Gegensatz zu den Nylongewebe-Kenneln sind die Gitterboxen nahezu ausbruchsicher und die Boxen lassen sich schöner dekorieren. Legt man unter den Überwurf eine Holzplatte, kann sie zusätzlich als Ablage dienen. Mit einem bequemen Kissen ausstaffiert, nehmen die meisten Hunde den Kennel gerne für sich als Höhle an.

Die Größe der Bench richtet sich nach der Wuchshöhe und Länge des Hundes. Sie sollte so großzügig bemessen sein, dass sich der Hund komplett darin ausstrecken kann. Für sehr große Rassen wie Dogge, Irish Wolfhound etc. wird es schwierig sein, einen passenden Zimmerkennel zu finden. Und selbst wenn einer gefunden wurde, bieten die Wohnräume meist zu wenig Fläche, um sie aufzustellen. Eine Empfehlung wäre, den Hunden einen Raum als Hundezimmer einzurichten, dessen Tür beispielsweise mit einem hohen Kindergitter gesichert wird. Bei fehlenden räumlichen Gegebenheiten ist ein wenig Phantasie und handwerkliches Geschick gefragt.

Unabhängig von der Lösung sollte dem Hund die Wahrnehmung ermöglicht werden. Hinter einer geschlossenen Zimmertür ginge das Familienleben in Gänze an ihm vorbei. Der Sinn einer Bench ist jedoch in keinerlei Hinsicht die Isolierung des Hundes.

Zielsetzung

Die Bench ist als Hundezimmer, als sein persönlicher Sicherheitsbereich, gedacht, in dem sich der Hund rund um wohlfühlt. Er soll sich gerne und freiwillig dort aufhalten wollen und es genießen. Aus ihr heraus beobachtet er das Geschehen im Haus oder er zieht sich zurück.

Erkennen Hunde eine Bench als Rückzugsvariante an, lernen sie mit der Zeit, dass ihnen Ruhe neue Energie gibt. Die Konzentrationsleistung der Hunde steigert sich, wodurch sie mit mehr Elan an die gestellten Übungen und Aufgaben herangehen.

Nach gelungenem Aufbau und Akzeptanz der Bench wird der Hund sie freiwillig, auch bei offenstehender Tür nutzen. Das Resultat ist ein ausgeruhter und ausgeglichener Vierbeiner.

Hinweise

  • Ein erfolgsversprechender Aufbau ist nur möglich, wenn der Mensch die Bench als etwas Positives betrachtet. Bei innerer Ablehnung oder schlechtem Gewissen, wenn ihn sein Hund durch Gitterstäbe hindurch ansieht, ist mit Fehlkonditionierungen zurechnen.
  • Hunde sollten zwar die Bench als eigenes Zimmer betrachten dürfen, jedoch darf der Hundebesitzer jederzeit an sie herantreten.
  • Für Kinder oder Fremde ist die Bench tabu. Vor allem Kleinkinder, auch die der eigenen Familie, sollten einen Rückzug des Hundes in seinen Sicherheitsbereich respektieren.
  • Niemals sollte der Hund in die Bench geschoben oder hineingezwungen oder die Türe direkt geschlossen werden, wenn er sein Zimmer noch nicht als sein Eigenheim anerkennt.
  • Wird die Bench in eine Übung integriert, sollte der Mensch seinen Hund immer per Hand- und/oder Wortsignal einweisen. Entscheidet der Hund hierbei selbstständig hinein- oder herauszugehen, könnte eine Fehlverknüpfung entstehen.
  • Die Aufstellung der Bench erfolgt an einem strategisch unwichtigen Platz, jedoch dort, wo sich das Leben der Familie oder der Bezugsperson abspielt.
  • Gitterkennel mit Metallboden könnten klappern. Für geräuschempfindliche Hunde sollte zwischen unterem Gitter und Bodenplatte eine Dämmung (z.B. eine Styroporplatte) eingelegt werden.
  • Kauartikel werden dem Hund nur in der Bench zugeteilt und erst dann, wenn er bereits in ihr verweilt.

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