Hilfestellung Bench Aufbau | Rat Hund Tat
Hilfestellung Bench Aufbau

Hilfestellung Bench Aufbau

Mögliches Verhalten und Optionen

Der Hund ignoriert die Bench, zeigt keine Neugierde daran.

  • Der Mensch beschäftigt sich mit der Bench. Legt sich, sofern möglich, selbst hinein. Zeigt der Hund Interesse, erhält er in der Bench seine „Kuscheleinheit“.
  • Die Bench-Tür wurde bereits geschlossen, obwohl noch kein positiver Aufbau stattgefunden hat. Es entstand eine Fehlkonditionierung, ein Neuaufbau ist erforderlich.
  • Dem Hund stehen weitere Liegeplätze ausserhalb der Bench zur Verfügung. Die Liegeplätze werden entfernt.
  • In der Bench liegt nicht sein gewohntes Kissen, zu viele fremde Gerüche. Es fehlt an Gemütlichkeit. Die Bench wird mit den Gegenständen ausstaffiert, die der Hund für sein Wohlfühl-Gefühl benötigt.

Der Hund geht nicht zu seinem Menschen in die Bench.

  • Der Hund könnte respektieren, dass die Bench dem Menschen gehört und er dort keinen Zutritt hat. Oder die Bench ist für beide einfach zu klein.

Der Hund betritt zögerlich, nur mit den Vorderpfoten die Bench und zieht sich sofort aus ihr wieder zurück.

  • Eine Metall-Bench klappert gelegentlich. Ist der Hund empfindlich auf Geräusche, sollte die Bench gedämpft werden.
  • Der Hund ist negativ auf die Bench konditioniert. Es erfolgt ein neuer, positiver Benchaufbau.
    Der Hund blickt durch die Gitterstäbe und verbindet sie mit etwas unangenehmen. Die Bench wird abgedeckt.
  • Der Hund blickt in eine abgedeckte Bench und fürchtet sich davor. Die Abdeckung wird entfernt.
  • Der Hund wurde zuvor zwanghaft in eine Box geschoben und die Türe geschlossen. Ein Neuaufbau ist notwendig.
  • Der Hund hielt sich in der Bench auf, als die Deko um- oder herunterfiel. Der Hund hat sich erschreckt und fürchtet sich nun. Spielerisch und Geduldig wird die Bench in das Leben des Hundes integriert.

Der Hund geht kurz in die Bench, kommt aber sofort wieder heraus.

  • Aufgrund einer Fehlkonditionierung verbindet der Hund das Bench Innere mit Nahrung oder der Suche nach einem Apportl. Findet er nichts, verlässt er die Bench wieder. Es wird ein Neuaufbau gestartet.

Der Hund verlässt mit dem Kauartikel die Bench.

  • Es handelt sich vermutlich um eine Fehlkonditionierung. Die Bench war bis dato der Abnahmeort für den Kauartikel.
  • Der Hund ist es gewohnt, mitten auf dem Teppich (in der Küche, im Wohnzimmer, im Flur, im Garten …) zu kauen. Das Verhalten wird modifiziert.

Der Hund zeigt sich ungehalten seinem Besitzer gegenüber, wenn er an die Bench herantritt.

  • Es könnte ein Rangordnungsproblem sein. Der Hund glaubt, die Bench gehöre ihm, sie ist sein Besitz. Mit einer professionelle Analyse sollte die Positionierung zwischen Mensch und Hund geklärt werden.

Der Hund jammert und bellt bei geschlossener Tür.

  • Die Bench wurde vor einem gefestigten positiven Aufbau bereits geschlossen. Es entstand eine Fehlkonditionierung.
  • Der Hund fühlt sich seines Status „beraubt“. Zwischen Mensch und Hund besteht eine Rangordnungsverschiebung.
  • Der Hund muss seine basalen Bedürfnisse (Koten, Urinieren, Trinken) befriedigen.
  • Der Hund verlangt nach der Nähe seines Menschen. Obacht! Hunde sind Strategen und wissen, worauf ihre Menschen reagieren. Nicht immer ist es sinnvoll, dem Hund seinen Wunsch nach Nähe zu erfüllen. Gibt der Mensch hierbei nach, entsteht eine Fehlkonditionierung.
  • Der Hund ist noch ein Welpe und praktiziert gerade den Welpenwahnsinn. Nur die Ruhe! Die Bench hilft ihm, sich zu beruhigen.
  • Während der intensiven Erziehungsphase wurde dem Hund zu viel Freiraum ermöglicht, woraus eine Fehlkonditionierung entstand.

Der Hund rennt in die Bench und erwartet sein Futter oder einen Kauartikel. Bekommt er nichts, verlässt er die Bench.

  • Bekommt der Hund etwas zu Fressen, damit er in die Bench geht, entsteht eine Fehlkonditionierung.
  • Der Hund sucht die Bench nach Nahrung ab. Findet er nichts, verlässt er sie. Auch hier eine Fehlkonditionierung.

Der Hund duldet niemanden in der Nähe seiner Bench, nicht einmal seinen Besitzer.

  • Zwischen Mensch und Hundebesitzer besteht ein Ungleichgewicht in der Beziehung. Der Hund stellt Besitzansprüche und zeigt Territorialität. Es sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Liegt der Hund in der Bench, hat er keine Ausweichmöglichkeit, sollte der Besitzer hineingreifen. Dadurch könnte es zu einem Angriff, inkl. Hundebiss kommen.
  • Der Hund wurde in der Bench geärgert und möchte jedwede Person von ihr fernhalten. Es handelt sich um eine negative Fehlverknüpfung beim Hund.

Der Hund legt sich überall ab, nur nicht in der Bench.

  • Dem Hund werden jegliche Liegeplätze unbequem gemacht. Dort, wo er sich gerade niederlegen möchte, wollte der Mensch zufällig ein Stuhl, ein Wäschekorb, ein Stapel Zeitschriften, den Staubsauger, etc. abstellen. Der Hund findet keine Ruhe, es sei denn, er zieht sich in sein Zimmer zurück.
  • Ein Kauartikel wird hinein gelegt und die Türe geschlossen. Der Hund hat keinen Zugang zu dem Kauartikel. Zeigt er Interesse daran, ignoriert der Mensch das Verhalten des Hundes. Erst, wenn der Hund ihm keine Beachtung mehr schenkt, wird die Tür geöffnet, so dass der Hund an den Kauartikel kommen kann. Gekaut wird aber nur in der Bench!

Fehlkonditionierungen

  • Die Erwartungshaltung nach Futter zeigt sich, wenn der Hund in seine Bench „stürmt“, dort aber nicht verweilt, wenn keine Nahrungsgabe erfolgt. Besser, der Mensch geht in Ruhe mit seinem Hund zur Bench, oder schickt hinein. Erst, wenn er ruhig liegt oder abwartet, bekommt er Futter oder einen Kauartikel. Bei dieser Fehlkonditionierung wird an der Steadiness geübt, damit der Hund sein abverlangendes Verhalten ablegt. Um ihn auf den richtigen Weg zu bringen, sind einige Wiederholungen über einen oftmals langen Zeitraum notwendig, da es ein verinnerlichtes Verhaltensmuster ist. Doch mit geduldigem Üben schaffen es die meisten Hunde irgendwann, diszipliniert abzuwarten.
Bench im Garten nutzen

Bench im Garten nutzen

  • Erkennt der Hund seine Bench als sein Eigentum an und schnappt sogar nach seinem Menschen, wenn er hineingreift, sollte der Hund eine Hausleine tragen, die bei geschlossener Tür aus der Bench herausschaut. So hat der Mensch jederzeit Zugriff auf seinen Hund, ohne ihn direkt berühren zu müssen. Eine weitere Möglichkeit wäre, dem Hund einen Maulkorb anzuziehen. Damit ist der Mensch sicher vor etwaigen Verletzungen seitens des Hundes und kann souverän agieren. Jedoch wären beide Fälle eine Linderung der Problematik und keine Lösung. Es sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden, um die Beziehung zwischen Mensch und Hund zu klären.
  • Die Bench soll für den Hund sein ganz persönlicher Sicherheits- und Ruhebereich sein. Es ist überaus wichtig, dass niemand an sie herantritt, ausser der Bezugsperson oder vertraute Menschen. Zeigen Hunde Aggressionen, wenn eine Person sich annähert, sollte die Ursache analysiert werden. Wurde der Hund in der Bench geärgert, fordert er die Einhaltung seiner Individualdistanz ein. Dafür nutzt er seine Kommunikationsmöglichkeiten knurren, bellen oder zuschnappen und beißen. Er hat keine andere Sprache! In dieser Situation kann mit einem Maulkorb gearbeitet werden, sofern auch der Besitzer davon betroffen ist. Gelten die Attacken nur fremden Personen, muss der Besitzer darauf achten, dass von nun an niemand mehr an die Bench herangeht. Oftmals hilft das komplette Abdecken bereits, dem Hund wieder Schutz und Sicherheit zu generieren.
  • Hunde, die es nicht wagen, die Bench zu betreten, sollten über Such- oder Futterspiele an sie gewöhnt werden. Besteht der Grund der Ablehnung in den Geräuschen, die ein Gitterkennel machen kann, sollte zusätzlich an einer Geräusche-Desensibilisierung geübt werden. Hierbei ist professionelle Beratung hilfreich.
  • Bellen, knurren, jaulen und toben in der geschlossenen Bench kann ein Zeichen für eine Fehlkonditionierung sein. Der Mensch hat die Tür möglicherweise zu früh, bevor der positive Aufbau gefestigt war, geschlossen. Oder der Hund hat in der Erziehungsphase keine räumliche Begrenzung kennengelernt. Spielerisch, mit sukzessivem Türe schließen, viel Üben, niemals mit Zwang, wird der Hund sein neues Zimmer akzeptieren.
  • Ständiges hinein und hinaus gehen des Hundes kann ein konditioniertes Verhalten sein. Die Bench wurde thematisiert, der Mensch redete zu viel auf seinen Hund ein, damit er hineingeht. Ständige Aufmerksamkeit und Aufforderungen, auch wenn es als Ermutigung gemeint ist, verunsichern den Hund. Zudem könnte sich die Unsicherheit des Hundes auf die inneren Haltung des Menschen stützen, der die Bench insgeheim ablehnt.
  • Betritt der Hund die Bench nicht, zeigt aber auch keine Unsicherheiten ihr gegenüber, könnte der Standort für ihn ein Problem sein. Durfte er bisher an strategischen Punkten, in Laufwegen, vor der Terrassentür, im Flur, etc. liegen, stört ihn jetzt die unwichtige Positionierung seines Zimmers.

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