Balancier- und Kletterübungen für Hunde | Rat Hund Tat
Balancier- und Kletterübungen für Hunde

Balancier- und Kletterübungen für Hunde

Über Baumstämme zu balancieren hat vielen Hundehaltern schon im Kindesalter Spaß gemacht. Gemeinsam mit ihrem Hund, können sie das Erlebnis erneuern.

Balancierübungen über Baumstämme

Liegen entlang des Weges große Baumstämme, können sie zum Balancieren genutzt werden. Für wenig trittsichere Hunde eignen sich Stämme mit grober Rinde und großem Durchmesser. Der Mensch zeigt zunächst Vorbildverhalten, indem er selbst über den Baumstamm balanciert. Der Mensch sollte sich beim Balancieren sicher fühlen. Zeigt er hierbei Unsicherheiten, übertragen sich diese auf den Hund.

Sofern der Hund direkt auf dem Baumstamm folgen möchte, soll er an lockerer Leine hinter seinem Menschen hergehen. Traut sich der Hund noch nicht, begleitet er seinen Menschen am Boden.

Für weniger mutige Hunde kann der Mensch eine kleine Futterstrecke auf dem Baumstamm entlang legen.

Dabei kann eine Steadiness Übung eingebaut werden, indem der Hund am Anfang des Stamms sitzend warten muss, bis der Mensch die Futterstrecke gelegt hat. Der Mensch kehrt zu seinem Hund zurück und fordert ihn auf, den Stamm zu erklimmen und die Futterbrocken zu suchen.

Sucht der Hund die Futterbrocken vom Boden aus, ist das zunächst legitim. Der Mensch bereitet die Übung erneut vor und wählt dafür einen Baumstamm, der in zweiter oder dritter Reihe liegt. Nun muss der Hund auf einen Baumstamm klettern, um an die Futterbrocken zu kommen.

Das Einfügen der Basissignale erhöht die Anforderungen an den Hund.

Um den Schwierigkeitsgrad beim Balancieren zu erhöhen, können die Basissignale Sitz, Platz / down und kehrt / Drehen / Turn mit eingebaut werden.

Hierbei hat der Mensch die Wahl, ob er gemeinsam mit seinem Hund über den Baumstamm balanciert oder ihn vom Boden aus führt.

Sitz Signal auf einem Baumstamm

Sitz Signal auf einem Baumstamm

Einige Hunde stabilisieren sich über die Dynamik.

Bei einer langsamen Gangart sind sie jedoch viel weniger trittsicher. Der Mensch sollte bei Balanceübungen darauf achten, dass der Hund alles langsam und konzentriert ausführt.

Ein weiterer Schwierigkeitsgrad wären Baumstämme mit glatter Rinde, die weniger griffig ist und durch Nässe noch rutschiger. Balancieren Hunde auf glatten, nassen Baumstämmen, müssen sie sich auf alle vier Pfoten konzentrieren – ähnlich wie auf Eisflächen. Um den Hund nicht bereits im Vorfeld zu entmutigen sollten die ersten Balance Übungen auf Baumstämmen mit grober Rinde stattfinden.

Klettern über Baumstämme

Klettern über Baumstämme

Klettern über Baumstämme

Der Mensch sollte zuvor selbst über einen aufgeschichteten Stapel Baumstämme klettern, um die Abstände zwischen den Stämmen zu kontrollieren. Von einem Verrutschen der Baumstämme beim Herüberklettern muss nicht zwingend ausgegangen werden, wenn es Baumstämme mit großem Durchmesser sind.

Dennoch ist bei allen Kletterübungen Vorsicht geboten. Übermut tut selten gut.

Der Mensch wirft oder legt das Apportl oder Futterbrocken oben auf einem Stapel ab.

Er kehrt zu seinem Hund zurück und schickt ihm mit apport oder such auf den Stapel.

Traut sich der Hund nicht allein auf den Stapel oder zeigt er zu viel Dynamik, wird er angeleint von seinem Menschen begleitet.

Ist der Hund bereits sicher bei dieser Übung, kann der Mensch dem Hund die Leine abmachen, bevor er ihn auf den Stapel schickt. Läuft der Hund über das Holz, nimmt der Mensch ihn auf der anderen Seite in Empfang. Dann wird der Hund erst angeleint, bevor er sein Apportl übergibt. 

mögliches Verhalten und Optionen

Den Hund reagiert nicht auf die Aufforderung des Menschen zu Balancieren oder zu Klettern.

  • Der Hund hat bisher nicht gelernt, dass sein Mensch sich aktiv mit ihm im Wald beschäftigt. Um die Motivation des Hundes zu erhöhen, kann der Mensch Futterbrocken einsetzen.
  • Reagiert der Hund auch nicht auf Futterbrocken, sollte die Mensch-Hund-Beziehung grundsätzlich analysiert werden.

Der Hund rennt in Eile über Baumstämme und gestapeltes Holz.

  • Der Mensch nimmt den Hund an die Leine und gibt das Tempo vor.

Der Hund nimmt das Apportl nicht auf.

  • Der Hund hat das Apportieren noch nicht gelernt. Statt zu Apportieren wird mit Futterbrocken weitergeübt.
  • Für den Hund könnte das Apportl unwichtig sein. Sofern es sich um einen Trainingsdummy handelt, kann dieser durch einen Futterbeutel ersetzt werden.

Der Hund nimmt das Apportl kurz auf, lässt es dann jedoch wieder fallen.

  • Andere Gerüche bieten zu viel Ablenkungsreiz für den Hund. Die Übung wird an einem anderen Holzstapel erneut versucht.
  • Es wurden bereits einige Übungen ausgearbeitet, der Hund ist müde. Durch das Fallenlassen des Beutels signalisiert der Hund, dass es genug ist.

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