Suchspiele im Wald für Hunde | Rat Hund Tat
Suchspiele im Wald für Hunde

Suchspiele im Wald für Hunde

Damit ein Waldspaziergang für Mensch und Hund zu einem echten Erlebnis wird, kann der Mensch seinen Hund mit allerlei Suchspielen beschäftigen.

Für Suchaufgaben kann der Mensch verschiedene Futterbrocken, Apportl und Futterbeutel benutzen.

Ein Waldboden oder frisch gesägtes Holz haben einen intensiven Eigengeruch, die den Hund von dem zu suchenden Zielobjekt ablenken können. Um erfolgreich zu sein, muss er sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren. Demzufolge sind Suchspiele, vor allem für ungeübte Hunde, schnell ermüdend. Damit der Hund nicht überfordert wird oder die Lust an der Suche verliert, sollten Pausen zwischen den Suchaufgaben eingelegt werden.

Ein kurzes Abschalttraining oder das Fortsetzen des Spaziergangs hilft dem Hund, neue Kräfte zu sammeln.

Hinweis

Die Suche nach Futterbrocken beruhen auf dem Selbstbelohnungsprinzip, können aber dennoch vorteilhaft sein, wenn sich der Hund leicht ablenken lässt. Sind Hunden es nicht gewohnt mit ihrem Menschen im Wald aktiv zu sein, geben Futterbrocken einen besonderen Anreiz, sich auf die gemeinsame Aktivität zu konzentrieren.

Inwieweit die Selbstbelohnung Auswirkungen auf die Mensch-Hund-Beziehung hat, ist von dem Charaktertyp des Hundes abhängig. Um die Belohnung wieder in Menschenhand zu legen, kann der Hundebesitzer sukzessive auf das Apportieren eines Futterbeutels hinarbeiten, aus dem der Hund später bestätigt wird.

Suchübungen im Wald

Suchspiele können auf dem Waldboden im Laub oder unter Bruchholz, an Baumrinden oder an tief hängenden Ästen ausgeübt werden.

Um die Wildtiere nicht zu gefährden, wenn im Unterholz gearbeitet wird, sollte der Hund ein gut sitzendes Halsband und eine 5-Meter-Trainingsleine tragen. Bei zuverlässig abrufbaren Hunde kann der Mensch den Hund von der Leine befreien, bevor er ihn in die Suche schickt.

Futtersuche an Ästen

Futtersuche an Ästen

Als Futterbrocken eignet sich alles, was dem Hund schmeckt und in kleine Stücke geschnitten werden kann.

Trockenpansen Streifen in zwei bis drei Zentimeter lange Stücke geschnitten, lassen sich wunderbar über kleine Äste hängen / klemmen. Damit der Hund sie findet, muss er den Geruch aus der Luft aufnehmen und sich an die Quelle heranarbeiten.

Die Suche nach einem Apportl oder Futterbeutel ist einfacher, denn sie geben mehr Geruch ab und der Hund kann sie sehen. Um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen, kann der Mensch an den Zielobjekten ein Seil befestigen. Damit werden sie unter morschen Baumstämmen, in Astgabeln platziert oder im Waldboden eingraben. Der Hund muss nun das Zielobjekt erst ausgraben oder am Seil aus dem Bau ziehen, bevor er es Apportieren kann.

Bei allen Suchaufgaben können Steadiness Übungen integriert werden. Der Hund wird platziert und wartet auf die Aufforderung seines Menschen zur Suche. Hat der Hund das Zielobjekt gefunden und seinem Menschen übergeben, wird er bestätigt.

Buddeln nach Beute

Buddeln nach Beute

So mancher Hund buddelt für sein Leben gerne.

Platziert der Mensch das Zielobjekt (Apportl oder Futterbeutel) unter einem morschen Baumstamm im Waldboden, kann sich der Hund richtig verausgaben.

Nehmen sich die Hunde Zeit und zerlegen zuerst den Baumstamm bevor sie zu Buddeln beginnen um das Zielobjekt apportieren zu können, sei es ihnen gegönnt.

Bei der Suche nach Futterbrocken eignen sich grobe Baumrinden und tief hängende Äste prima als »Futter-Baum«.

Ist den Hunden das Absuchen der Baumrinde bekannt, können die Futterbrocken an Stamm fernen Ästen befestigt werden. Dafür einen weichen Futterbrocken einfach über ein Ast Ende schieben oder über das Ästchen klemmen.

Bevor der Hund den »Futter-Baum« absuchen darf, kann der Mensch die Steadiness seines Hundes festigen. Der Hund wartet platziert, bis sein Mensch einen Baum mit Futterbrocken an der Rinde, den Ästen oder Astgabeln bestückt hat. Der Mensch sollte sich merken, wie viele Futterbrocken er ausgelegt hat, damit er seinen Hund einweisen kann, sofern er nicht alles findet.

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