Steadiness Übungsaufbau | Rat Hund Tat
Steadiness Übungsaufbau

Steadiness Übungsaufbau

Anleitung für Anfänger

Mensch und Hund befinden sich auf einem passenden Übungsgelände.

Falls notwendig trägt der Hund eine 5-Meter-Trainingsleine. Weitere Trainingshilfen können ein Spielzeug, Apportl und Futterbrocken sein.
Zur Orientierung wird für den Hund eine Decke oder Matte auf den Boden gelegt, worauf der Hund von seinem Menschen platziert (absetzen / ablegen) wird. Der Mensch entfernt sich wenige Schritte von seinem Hund und legt ein Zielobjekt (Apportl oder Futterbrocken) ab. Er kehrt zu seinem Hund zurück, stellt sich neben ihn und schickt den Hund, sobald dieser Blickkontakt zu seinem Menschen aufnimmt, zum Apportieren oder zur Futtersuche los.

  • Zielobjekt Apportl
    Der Hund erhält das Signal Apport. Er läuft los, nimmt den Apportl auf, läuft zu seinem Menschen und übergibt ihn. Es folgt ein freundliches Lob.
  • Zielobjekt Futterbrocken
    Der Hund erhält das Signal Such. Er läuft los, beginnt die Suche, findet den Futterbrocken, den er natürlich fressen darf. Es folgt das Signal Bei. Ist der Hund neben dem Menschen, wird er erneut platziert. Es folgt ein freundliches Lob.

Optionen

Der Hund steht auf, sobald der Mensch sich von ihm entfernt.

  • Der Mensch platziert seinen Hund erneut. Er geht rückwärts, während er sich von ihm entfernt. Somit behält er die Blickrichtung bei seinem Hund. Er sieht bereits im Ansatz, ob der Hund folgen wird, und kann dies durch erneute Signalgebung Sitz / Down korrigieren.

Der Mensch geht zu weit weg, wodurch eine Bewegung an der Leine und am Halsband entsteht.

  • Bereits eine leichte Bewegung am Halsband ist für den Hund spürbar. Sie signalisiert feinfühligen Hunden, sie sollen folgen. Die Distanz wird verringert oder die Leine fallen gelassen. Der Hund trägt sie lediglich als Schleppleine.

Der Hund läuft sofort zum Zielobjekt, wenn der Mensch auf ihn zugeht.

  • Möglich wäre hier eine Fehlkonditionierung oder ein zu intensiver Spannungsaufbau. Der Hund kann einfach nicht mehr warten.
  • Die Spannung wird aus der Übung genommen. Bedeutet, dass der Mensch sich gelassen, in einem normalen Tempo vom Hund weg und auf ihn zu bewegt.
  • Der Mensch entfernt sich rückwärts von seinem Hund, legt das Zielobjekt ab und geht wieder auf seinen Hund zu. Währenddessen ist das zuletzt gegebene Handsignal z.B. Sitz ohne Unterbrechung für den Hund erkennbar. Der Mensch stellt sich seitlich zu seinem Hund nimmt das Handsignal Sitz runter und schickt ihn zum Zielobjekt, wenn er kurz Blickkontakt aufgenommen hat.
  • Der Mensch setzt eine Hilfsperson ein, die den Hund während des Aufbaus mit der Leine an Position hält.

Der Hund weicht seinem Menschen aus, wenn er auf ihn zukommt

  • Eine frontale Annäherung, mit Blickkontakt zum Hund, kann als Bedrohungsgeste in der hündischen Kommunikation angesehen werden. Weicht der Hund zurück, zeigt er damit den Respekt vor seinem Menschen.
  • Der Mensch nähert sich seinem Hund seitlich an, ohne Blickkontakt

Der Mensch wird ungehalten und schimpft, sobald der Hund aufsteht.

  • Daraus erfolgt eine Fehlkonditionierung.

Der Mensch lobt zu häufig oder zu viel.

  • Daraus erfolgt eine Fehlkonditionierung.
  • Ein Lob sollte am Ende der Übungssequenz erfolgen und nicht bereits bei Ausführungen von Signalen, die dem Hund längst bekannt sind.

Der Mensch ist enttäuscht, weil sein Hund auch nach dem x-ten Male nicht abwartet.

  • Der Mensch lernt für sich einen neuen Gedanken: »Wir haben noch unser ganzes Leben vor uns, um zu lernen. Es ist schön, dass wir gemeinsam etwas Üben. Es ist nicht schlimm, dass mein Hund es nicht bei den ersten Versuchen gelingt.«

Der Mensch wird bei seiner Rückkehr angesprungen oder gerempelt.

  • Diese Form der Distanzlosigkeit ist korrektiv gemeint. Dem Hund passt es nicht, dass er abwarten muss und dass sein Mensch räumlichen Abstand zu ihm aufbaut.
  • Gelegentlich kann es sich beim Anspringen von Menschen um eine Fehlkonditionierung handeln.
  • Bei heftigen Korrekturen vom Hund wird die Übung sofort beendet. Es sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
  • Bei zarten Korrekturen wird der Hund durch Ignoranz korrigiert. Sein Verhalten wird nicht kommentiert, aber die Übung wird auch nicht gestartet.

Fehlkonditionierungen

  • Der Hund springt oder rempelt seinen Menschen bei der Rückkehr an. Er hat gelernt, dass sein Mensch es wünschenswert findet, wenn er sich überschwänglich freut. Die Freude des Hundes ist jedoch als Korrektur zu verstehen. Es liegt eine Fehlkommunikation oder Fehlinterpretation des Verhaltens vor.
  • Wird der Hund geschimpft, sobald er aufsteht und seinem Menschen nachläuft, könnte die Folge daraus sein, dass der Hund immer zügiger aufsteht. Er folgt seinem natürlichen Folgeverhalten. Das Schimpfen bezieht er darauf, dass er ohne Verzögerung hinterher laufen soll.
  • Der Hund läuft frühzeitig zum Zielobjekt. Er hat nicht gelernt, die Signale des Menschen so lange einzuhalten, bis ein weiteres folgt.
  • Der Hund respektiert die Anweisungen seines Menschen nicht. Ein Grund könnte dafür sein, dass von vornherein nicht auf das Einhalten von Signalen geachtet wurde. Dadurch hat der Hund gelernt, eigenständig Entscheidungen zu treffen. Er handelt selbstständig und nimmt seinen Mensch wenig ernst. Es sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
  • Ein zu frühes Loben des Hundes, beispielsweise wenn er den Apportl bereits aufnimmt, kann dafür sorgen, dass er ihn direkt fallen lässt und sich mit etwas anderem Beschäftigt. Der Hund hat gelernt , dass ein Lob am Ende der Übung steht. Demnach glaubt er, die Aufnahme des Apportl war das Ziel der Übung.

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