Steadiness | Rat Hund Tat
Steadiness

Steadiness

Steadiness beschreibt die Beständigkeit des Hundes, abgesetzt oder abgelegt abwarten zu können, bis der Mensch die Übung beginnen lässt.

Inwieweit ein Hund auf das Startsignal wartet, ist nicht zuletzt abhängig vom Alter des Hundes. Welpen und Junghunden fällt es oftmals schwer abzuwarten, ergo sich zu konzentrieren.
Während bei Welpen zwar Obacht darauf gelegt, jedoch in spielerischer Art vorgegangen wird, darf bei Junghunden schon eher eine erneute Platzierung vorgenommen werden. Als vergleichbaren Unterschied können dazu Kindergarten- und Grundschulkinder angeführt werden. Im Kindergarten werden die Zöglinge immer wieder angewiesen, sich hinzusetzen. Um es ihnen leichter zu machen, wird mit ihnen gespielt, gelesen oder gebastelt. Ein Grundschulkind erhält die Anweisung konsequenter, sich auf seinen Platz zu setzen.

Steadiness bereits im Junghundalter geübt, wird sich zukünftig positiv auf gemeinsame Unternehmungen auswirken.

Die Hunde mit verlässlicher Steadiness nehmen ihr Umfeld genauso intensiv, jedoch gelassener und ruhiger wahr, als andere Artgenossen. Sie reagieren nicht direkt auf jede Kleinigkeit, sondern sitzen auch einmal etwas aus, da sie das Abwarten, auch unter Ablenkung gelernt haben.

Bei erwachsenen Hunden, die keine Steadiness besitzen, können Fehlkonditionierungen ursächlich sein.

Zielsetzung

Das Ziel der Steadiness Übungen ist, die Aufmerksamkeit des Hundes auf seinen Menschen zu fokussieren und die Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Damit dies gelingt, muss auch der Mensch sich voll und ganz auf seinen Hund konzentrieren. Dieses intensive Miteinander fördert die Wahrnehmung auf den Hund und eine präzisere Kommunikation. Kleinste Bewegungen und Veränderungen werden registriert und, wenn notwendig, korrigiert. Ist der Mensch in der Lage, sich exakt auf seinen Hund zu konzentrieren lässt er Alltagsgedanken ziehen. Das schafft Raum für neue Möglichkeiten und entspannt den Geist.

Hinweise

 

  • Steadiness Übungen brauchen ein reizarmes Umfeld. Das Übungsgelände sollte, vor allem zu Beginn, keine Ablenkungsreize bieten.
  • Gegebenenfalls praktiziert man die ersten Übungen im Haus oder der Wohnung.
  • Um den Hund exakt platzieren zu können, kann eine kleine Fußmatte oder Decke zu Hilfe genommen werden. Verlässt der Hund seine Position, wird er erneut darauf platziert.
  • Die Vorliebe des Hundes, sich zu setzen oder zu legen sollte beachtet werden. Einige Hunde legen sich eher ab, als im Sitz abzuwarten. Bevor der Mensch hier bereits akribisch werden muss, umgeht man dieses Gespräch, indem der Hund vorzugsweise abgelegt oder abgesetzt wird.
  • Da es sich bei diesen Übungen um neue Lernprozesse handelt, sind verbale Korrekturen wie nein oder aus nicht angebracht. Ein positiver Lerneffekt erfolgt, wenn der Hund Freude an der Gemeinsamkeit hat und einen Sinn darin erkennt.
  • Verbale Korrekturen erfolgen, wenn der Hund etwas tut, was erzieherisch korrigiert werden muss. Beispielsweise soll er auf seiner Decke warten, er zieht es jedoch vor, ein Tischbein anzuknabbern. Hier gilt eine Korrektur dem Anknabbern des Tischbeins und nicht dem Aufstehen.
  • Die meisten Junghunde und Welpen zeigen ein natürliches Folgeverhalten. Sie laufen ihrem Menschen hinterher, wenn dieser sich von ihnen wegbewegt. Wird der Hund dafür geschimpft, entsteht eine Fehlkonditionierung.
  • Zur besseren Erkennung der Wortsignale sollten sich die Wörter eindeutig voneinander unterscheiden. Sitz und Platz liegen in der Intonation dicht beieinander. Verständlicher wären Sitz und Down, oder Sit und Platz. Ein eindeutiges Handsignal zu den einzelnen Signalen kann hierbei bereits konditioniert werden. Es hilft spätere bei den non-verbalen Übungen.
  • Nur die festgelegten Wortsignale, ausgegangen von Sitz und Down, werden wiederholt, bei nicht einhalten der Anweisung.

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