Würger und Stachler | Rat Hund Tat
Würger und Stachler

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Würger und Stachler

Stachelhalsbänder, auch bekannt unter dem Namen Krallen- oder Korallenhalsband, sollen ein ziehen an der Leine verhindern. Die daran befestigten Dornen lösen, auch wenn sie abgerundet sind, Schmerzen aus und können zu schwerwiegenden Verletzungen führen.

Ein unbegrenzter Würger, der dem Hund beim Ziehen an der Leine die Luftzufuhr blockiert, verursacht das Gefühl einer Strangulation und löst extreme Ängste aus.

Unter diesen Bedingungen wird ein Hund nicht lernen, an einer lockeren Leine zu gehen. Viel eher handelt es sich um ein Meideverhalten, sollte er es dennoch tun. Der erzeugte Konditionierungsprozess beruht auf Schmerzen oder Ängsten und nicht auf dem Lernprozess des Verstehens.

Hinzu kommt, durch den andauernden Schmerz, der Anstieg von Adrenalin, Cortisol und anderen Hormonen im Blutbild. Dies sorgt dafür, dass der Schmerz nicht mehr so intensiv empfunden wird und ein Gewöhnungsprozess einsetzt. Folglich verlieren die Halsbänder die beabsichtigte Wirkung.

Ein Gewöhnungsprozess kann unter dem Umstand des hohen Stresshormonspielgels im Blut nicht als positiver Erfolg gewertet werden. Im Gegenteil, denn so ein Hormonspiel ist ungesund, zumal die Hormone nicht sinken, wenn der Zug am Hals beendet ist.

Möchte der Hundebesitzer eine vertrauensvolle Beziehung zu seinem Hund aufbauen und legt er ebenso Wert darauf, dass der Hund ihm vertraut, wird er dies nicht erreichen, wenn er bei seinem Hund Schmerzen und Angst auslöst.

Hinweis

Diese Halsbänder gehören zu den Starkzwangmitteln. In Österreich und der Schweiz sind alle Hilfsmittel dieser Art bereits gesetzlich verboten.

Die im November 2011 in Deutschland eingereichte Petition gegen die Verwendung dieser Geräte erzielte nur teilweise die angestrebte Zielvorstellung. Ob und in wieweit ein Hundebesitzer seinem Hund bewusst dauerhaft Schmerzen oder Ängste zufügen möchte, liegt in der ethischen Betrachtung des Einzelnen.

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