Balinesische Charakterbestimmung von Hunden | Rat Hund Tat

Balinesische Charakterbestimmung von Hunden

In den Lontar-Schriften verewigt die balinesische Bevölkerung alles Wissenswerte. Es ist für die Menschen das Buch aller Bücher.

Auf Bali sind die Lontar-Schriften so etwas wie eine riesige Bibliothek, in der das Wissen der Menschen gesammelt wird. Es sind Bibel, Gesetzbuch, Enzyklopädie, Brehms Tierleben, Astrologie und Handbuch des Lebens in Einem. Auf unzähligen Palmenblätter der Lontar Palmen schrieben und schreiben die Balineser heute noch auf, was die nächsten Generationen wissen sollten. Die Lontar-Palmenblätter sind vergleichbar zu dem Papyrus, was früher benutzt wurde.

Die balinesischen Schreiber ritzen ihre Weisheit in das Lontar Blatt. Mit Kohle oder Ruß eingerieben, wird das Eingeritzte lesbar gemacht. Eines der ältesten Bücher stammt aus dem 14. Jahrhundert.

In den balinesischen Lontar-Schriften befindet sich eine Maßtabelle, mit der eine Charakterbestimmung bei Hunden vorgenommen werden kann. Als Messwerte werden die Worte jaya, guna, paksi, ketek und kiul eingetragen.

  • Jaya bedeutet mutig, Herrscher, dominant. Ein Jaya Hund braucht, laut der Lontar-Schriften, eine klare Führung von einem selbstbewussten Menschen. 
  • Guna bedeutet so viel wie produktiv und fleißig. Diese Hunde sind für den Menschen leicht zu handhaben. Sie fügen sich ein und arbeiten gerne mit dem Menschen zusammen.
  • Paksi wird mit wilder Vogel übersetzt. Ein Hund mit dem Charakterzug ist immer auf der Suche nach Neuem. Er ist kaum einzusperren, sondern liebt es, auf freien Pfoten unterwegs zu sein. Bei gutem Training ist er der perfekte Jagdhund.
  • Ketek Hunde lieben Futter. Sie folgen den Menschen in der Hoffnung, dass er ihnen etwas zu Fressen gibt. Und sie buddeln im Dreck, daher werden sie in die Kategorie »schmutzig« eingeteilt. 
  • Kiul beschreibt den Charakter des Faulen und Bequemen. Kiul Hunde genießen vornehmlich einen warmen Schlafplatz, auf dem sie immer anzutreffen sind. Anspruchslose große Hunde, die nur wenig mit Menschen kooperieren möchten.

Für Charakterbestimmung des Hundes wird er zunächst ausgemessen.

Das erste Maß ist die Gesamtlänge des Hundes von Nasenspitze bis Ratenspitze. Dieses Maß gibt die Länge des Maßbands an, auf dem die Charaktere verteilt werden. 

Das zweite Maß ist entweder die Nasenbreite des Hundes im haarlosen Bereich. Oder die Länge von Nasenspitze bis zu den Augen. Das zweite Maß gibt die Länge der Charakterabschnitte an.

Die Einteilung der Charakterabschnitte wiederholt sich in der Reihenfolge so oft, bis die die Gesamtlänge ausgefüllt ist.

Der letzte Abschnitt, der dabei erreicht wird, soll den Charakter des Hundes beschreiben.

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