TierSchHuV zur Haltung | Rat Hund Tat
TierSchHuV zur Haltung

TierSchHuV zur Haltung

In der Tierschutz-Hundeverordnung werden die Haltungsbedingungen für Hunde durch die Paragraphen zwei bis acht festgelegt.

Die letzte Überarbeitung stammt aus Dezember 2013.

Die TierSchHuV regelt die gesetzlichen Bestimmungen zur Haltung, Unterbringung, Betreuung, Pflege und Fütterung im Speziellen durch die Paragraphen 2 bis 8. Die Paragraphen 9 und 10 beschreiben Ausnahmen und Verbot, §12 erklärt Ordnungswidrigkeiten und die Paragraphen 11 und 13 sind vielen weg.

Im Folgenden lesen Sie eine Zusammenfassung zur Haltung von Hunden die keine Ausnahmesituation wie Transport, tierärztliche Untersuchung bzw. Hospitalaufenthalt, vorübergehende Unterbringung oder zu Versuchszwecken darstellt.

§ 2 erklärt die allgemeine Anforderung an das Halten von Hunden.
Demnach muss ein Hund genügend Auslauf, außerhalb eines Zwingers oder einer Anbindehaltung erhalten. Es muss ihm angemessener Sozialkontakte zu einer Bezugs- oder Betreuungsperson (mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum) und zu Artgenossen gewährt werden. In der Mehrhundehaltung sollen die Tiere, wenn möglich, in der Gruppe gehalten werden. Als Ausnahme gelten hierbei gesundheitliche Einschränkungen oder Verhaltensprobleme. Welpen dürfen frühestens mit der achten Woche von der Mutter getrennt werden. Es sei denn, eine vorzeitige Trennung dient dem Schutz der Hundemutter oder der Welpen per se. In diesem Fall sollen die Welpen bis zur achten Wochen als Gruppe bestehen bleiben.

Ausnahmen hierzu werden durch den § 9 bei zeitlich begrenzter Unterbringung geregelt.

§ 3 weist darauf hin, dass bei gewerblicher Zucht, für bis zu zehn Zuchthunden, zzgl. ihrer Welpen, eine von der Behörde als qualifizierte anerkannte Person als Betreuung eingesetzt werden muss.

§ 4 regelt die Haltungsbedingungen im Freien. Darin heißt es, dass Hunden eine Schutzhütte, sowie ein witterungsgeschützter, schattiger Liegeplatz mit Wärmeboden eingerichtet werden muss. Insbesondere, wenn Hunde einer Tätigkeit im freien nachgehen bzw. dafür ausgebildet werden. Die Schutzhütten sollen wärmeisoliert und trocken sein. Es dürfen keine gesundheitsschädlichen Materialien verbaut werden. Die Hüttengröße richtet sich nach der Körpergröße des Hundes. Er soll sich darin bewegen, drehen und hinlegen und sie mit seiner Körperwärme warmhalten können, sofern keine Heizquelle vorhanden ist.

§ 5 diktiert die Haltung in Räumen. Geschlossene Räume sollen natürliches Tageslicht, mindestens 1/8 der Bodenfläche durchlassen und Frischluft versorgt sein. Bei unzureichendem Lichteinfall, aber Zugang ins Freie, ist in dem Raum eine Lichtanlage, die den Tag-Nacht-Rhythmus wiedergibt zu installieren. Die Größe und Böden der Räume sollen warm, trocken und in der Größe der des Hundes / der Hunde entsprechend sein.

§ 6 skizziert die Zwingerhaltung. Demnach richtet sich die Höhe und Seitenlänge der Zwinger an die  Größe des Hundes. Bis 50 cm Rückenhöhe sind mind. 6 qm, von 50 - 65 cm Höhe sind mind. 8 qm und ab 65 cm Rückhöhe sind mind. 10 qm Bodenfläche vorgeschrieben. Die Seitenlänge dürfen nicht weniger als zwei Meter, müssen dabei mind. die doppelte Körperlänge des Hundes messen. Kommen Welpen oder ein weiterer Hund hinzu, erweitert sich der Zwinger um die angegebene Hälfte pro Hund. Die Obergrenze der Umzäunung darf mit den Vorderpfoten eines auf den Hinterbeinen stehenden Hundes nicht erreicht werden.

Die Beschaffenheit der Bausubstanzen dürfen weder toxisch noch Verletzungsgefahr aufzeigen. Der Boden und die Behausung sollen trittsicher, warm und trocken, leicht zu reinigen sein und ein Blick in Freie gewährleisten. Bei angrenzenden Zwingern ist ein Sichtkontakt zu Artgenossen erwünscht, Beißereien durch die Zwingergrenzen jedoch verhindern.

Im Zwinger ist eine Anbindung verboten, ebenso die Einrichtung elektrischer Impulse bei Berührung der Zwingergrenzen.

Ausnahmen hierzu werden durch den § 9 bei zeitlich begrenzter Unterbringung geregelt.

§7 regelt die Anbindehaltung. Sie ist nur erlaubt, wenn die Anbindung eine hindernisfreie  Laufvorrichtung von mind. sechs Meter in der Längsrichtung und fünf Metern in der Querrichtung gewährleistet. Der Hund muss eine ausreichend große Schutzhütte betreten können. Ebenso gelten die Bodenbeschaffenheit der zuvor genannten Paragraphen.
Die Anbindung ist nur an gepolsterten, nicht einschneidenden oder sich zuziehenden Brustgeschirren oder Halsbändern erlaubt. Das Anbindematerial darf sich nicht aufdrehen und soll von geringem Gewicht sein. Sind Betreuungspersonen anwesend, darf die Anbindung auf drei Meter reduziert werden.

Nicht erlaubt ist es, tragende oder säugende Hündinnen, Hunde bis zum zwölften Lebensmonat oder kranke Hunde anzubinden.

§ 8 regelt die Fütterung und Pflege von Hunden. Eine Betreuungsperson hat die Verpflichtung, dem Hund zureichend sauberes Wasser zur Verfügung zu stellen. Die Fütterung soll artgemäß, von Qualität und angemessen sein. Sie ist für eine regelmäßige Pflege des Tieres, je nach Anforderung der Rasse, die Gesundheit, die Reinlichkeit der Umgebung, ausreichend Frischluft und Bewegung verantwortlich.

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