Hunde entschleunigen | Rat Hund Tat
Hunde entschleunigen

Hunde entschleunigen

Einen Hund in Dynamik zu versetzen ist weitaus einfacher anstelle ihn zur Ruhe zu bewegen, zumal viele Hunde einen gewissen Bewegungsdrang mitbringen.

»In der Ruhe liegt die Kraft« sagte schon Konfuzius. In der heutigen Zeit bekommt diese Aussage immer mehr Bedeutung - und das nicht nur für die Menschheit.

Hunde, die ständig in Bewegung sind, einen mit Aktivitäten ausgefüllten Wochenplan haben, fehlt die Zeit für einen geruhsamen Schlaf. Doch Hunde brauchen Schlaf, um konzentriert und gelassen zu sein.

Ein geistig und körperlich ausgelasteter erwachsener Hund schläft, döst oder ruht bis zu 18 Stunden (+/-) pro Tag. Es gibt keinen Grund sich zu fragen, ob dem Hund langweilig ist.

Auf dem Stundenplan eines überbeschäftigten Hundes steht jeden Tag eine andere Aktivität.

Auf dem Wochenplan vieler Hunde stehen Minimum tägliche Spaziergänge, teilweise über mehrere Stunden. Sportliche Aktivitäten wie am Rad mitlaufen oder Agility gehören genauso zum Beschäftigungsprogramm wie Fährtenarbeit und Apportieren. Nebenbei gibt es Geschicklichkeitsspiele, Hundetreffen und am Wochenende werden Seminare besucht.

Einige Hunderassen oder Hundetypen bringen eine überdurchschnittliche Arbeitsbereitschaft mit.

Hunde, die immer parat stehen, sofort aufspringen, wenn sich ihre Menschen bewegen und ihre Menschen dazu animieren, etwas mit ihnen zu unternehmen, zeigen Workaholic Verhalten.

Es ist zwar schön für den Hundebesitzer, wenn sein Hund keine Aufwärmphase für Übungen und Unternehmung braucht. Aber ständig in »Alarmbereitschaft« zu sein, ist für Hunde nicht gesund. Diese Hunde zu entschleunigen ist nicht ganz einfach und kann durchaus anstrengend für den Hundebesitzer sein.

Arbeitsbereitschaft beim Border Collie

Arbeitsbereitschaft beim Border Collie

So wie der Mensch bei Überbelastung krank wird, kann es auch Hunden ergehen.

Dauerhaft zu wenig Schlaf sorgt für ein schwaches Immunsystem, wodurch der Hund anfällig für Krankheiten wird. Die Lust an Unternehmung sinkt, die Ausführung bei Übungen wird inakkurater und die Konzentrationsphase kürzer. Mancher Hund leidet leise und zeigt nicht, dass es ihm schlecht geht. Sein »will to please« steht im Vordergrund. Die „allzeit bereiten“ Hunde sind darauf angewiesen, dass ihre Menschen sie zur Ruhe bringen.

Hunde sollten ein Recht darauf haben, Nein sagen zu dürfen.

Damit ein Hund nicht aufgrund von Überbeschäftigung erkrankt oder depressiv wird, kann der Hundebesitzer darauf achten, dass sein Hund genügend Ruhezeiten bekommt.

Um Hunde zu entschleunigen, kann der Mensch anstelle einer mehrstündigen Wanderung ein Picknick auf einer Wiese vorbereiten. Einfach mal den Tag genießen, ohne den Anspruch einer artgerechten Beschäftigung zu erfüllen. Gemeinsam auf der Decke liegen, dösen, die Wolken beobachten, die Vögel zwitschern hören. „Chillen“, wie es so schön heißt.

Entschleunigen mit Hund

Entschleunigen mit Hund

Was im Volksmund als Faulenzen bezeichnet wird, ist eine Entschleunigung von Mensch und Hund.

Viele Hunde genießen den Müßiggang erst im Erwachsenenalter. Oftmals liegt es daran, dass sie es gewohnt sind, ständig von ihrem Menschen beschäftigt zu werden.

Lernt ein Hund bereits im Welpen und Junghundealter, dass »Faulenzen« erlaubt ist, wird er hin und wieder nein zu einem Übungsangebot sagen. Akzeptiert der Mensch das Nein, respektiert er die Bedürfnisse seines Hundes. Das ist vielleicht nicht immer möglich, aber hin und wieder sollte dem Hund diese Freiheit eingeräumt werden, um seiner Persönlichkeit gerecht zu werden.

Die meisten Hunde genießen die Arbeit und Unternehmungen mit ihren Menschen.

Eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung wird nicht durch eine eingeforderte Rücksichtnahme zerstört – im Gegenteil. Denn oftmals ist weniger viel mehr. Der Hund wird seinen Menschen für einen weniger gefüllten Stundenplan, für eine Entschleunigung danken.

Gemeinsame Übungen und Unternehmungen werden zu etwas Besonderem.

Planen Hundebesitzer bei ihren Vorhaben immer ein Abschalt-Training mit ein, kann der Hund neu gelerntes leichter verinnerlichen. Seine Freude an Gemeinsamkeiten bleibt erhalten. Der Hund ist konzentrierter und wird in für ihn problematischen Situationen nicht gleich ausrasten. Er hat gelernt, dass der Weg der Gelassenheit ihn stressfrei an sein Ziel führt.

Gelassenheit und Souveränität entstehen aus einem klaren Geist, innerer Ruhe und präziser Wahrnehmung. Doch das gelingt nur entschleunigten Mensch-Hund-Teams.

 

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