Von Hundehalter zu Hundehalter | Rat Hund Tat
Von Hundehalter zu Hundehalter

Von Hundehalter zu Hundehalter

Hundebesitzer stehen in der Öffentlichkeit, vor allem bei Mitbürgern ohne Hund, in einem weniger positiven Licht.

Ein Negativ-Image verursachen verantwortungslose Hundehalter, deren Hunde sich in menschlicher Gesellschaft auffällig benehmen oder die schlichtweg beim Liegenlassen der Hinterlassenschaften ihrer Hunde beobachtet wurden. Eines, der zurzeit größten Probleme mit folgenschwerer Auswirkung in Form von Giftköder-Verteilung. Den schlechten Leumund der Hundehalter nutzen wiederum Gemeinden, Ämter und Behörden für Verbote, Reglementierungen, Gebührenerhöhungen und Vorschriften.

Obwohl die Mehrheit der Hundehalter sich durchaus verantwortungsvoll, vorbildlich und rücksichtsvoll mit ihrem Hund in der Öffentlichkeit bewegen, genügt bereits ein Negativbeispiel, um den Ruf aller zu verunglimpfen.

Daraus resultieren zusätzliche Zwistigkeiten zwischen Hundehaltern, was auf emotionaler Ebene ausgetragen wird. Bei Meinungsverschiedenheiten finden gegenseitige Schuldzuweisungen statt, es wird sich auf das übelste beschimpft oder es kommt sogar zu körperlichen Auseinandersetzungen. Und das alles nur, um in jedem Falle recht zu behalten? 

Mit diesem Text möchten wir den zu Unrecht diskreditierten Hundehaltern Mut machen, weiterhin vorbildlich zu agieren. Lasst Euch nicht auf die Gegenseite ziehen und lehnt das ignorante Verhalten der Rücksichtslosen wie bisher ab. Es wäre wünschenswert, würden sich einige von ihnen hierher verirren, den Text lesen und sich an der »Imagepflege von Mensch mit Hund« beteiligen.

Der antiquierte Gedanke »das klären die unter sich« sollte längst über Bord geworfen sein.

Kein in Obhut stehendes Lebewesen sollte irgendetwas allein klären müssen. Obendrein wissen Menschen ohne Hunde auch wie unerträglich distanzlose Hunde sind. Es gibt nun einmal viele Mitbürger, die sich vor Hunden ängstigen, egal ob er »nur spielen« oder »hallo sagen« will oder »nix tut«. Als Freizeitsportler von einem Hund verfolgt zu werden, ist weder witzig noch höflich.

Zur Imagepflege überlegten wir uns einige Höflichkeitsregeln für mehr Toleranz, Rücksicht, Individualität und Respekt, die sowohl von Hundehaltern als auch Nicht-Hundehaltern praktiziert werden könnten.

Als Hundehalter weiß man, wie störend aufdringliche fremde Hunde sind.

  • Ein Hund darf erst in den Freilauf, wenn er jederzeit von seinem Besitzer abrufbar ist, egal, was er gerade vor sich sieht. Prävention zum unerwünschten Jagdverhalten von Freizeitsportlern, Wildtieren und anderen, sich schnell bewegenden Objekten.
  • Freizeitsportler geben sich frühzeitig zu erkennen, um Hundehaltern die Chance zu geben, ihre Tiere anzuleinen oder zurück zurufen. Nordic Walker (eine für viele Hunde äußerst befremdliche Fortbewegung von Menschen) heben kurz ihre Stöcke an, wenn sie Mensch-Hund-Teams passieren.
Kontakt von Kind und Hund

Kontakt von Kind und Hund

  • Hunde Begegnungen werden von beiden Hundebesitzern eingeleitet. Ein kurzes Gespräch zuvor klärt, ob eine Spielsequenz gewünscht ist. Prävention von Konflikten zwischen den Hunden. Welpenbesitzer sollten besonders darauf achten. Grund: Fehlender Welpenschutz.
  • Kontaktaufnahme von Hund zu Mensch und Mensch zu Hund wird zuvor erfragt. Kein Mensch sollte einen fremden Hund berühren, sowie kein Hund in Kontakt mit einem fremden Menschen treten sollte. Prävention von Konflikten inkl. Verletzungen.
  • Hinterlassenschaften der Hunde werden an Wegesrändern, in Futterwiesen, auf Wegen und in öffentlichen Anlagen beseitigt. Ein gereichter Beutel zur Kotaufnahme wird dankend entgegengenommen. Eine Chance zur Verringerung der Giftköder-Verteilung.
  • Gezanke kann niemals eine Grundlage für friedliches Miteinander sein. Bei Beschimpfungen wird erst überlegt, ob der Gegenüber im Recht ist. Doch grundsätzlich lohnt es sich, sich einmal mehr zu entschuldigen oder einfach einmal zu schweigen. Verhindert die Bildung von Plattformen für Streitigkeiten. Eine der schwierigsten Anforderungen überhaupt! Doch wir glauben, dass Menschen damit ihre wahre Größe zeigen.
  • Beginnt ein Satz mit: »Entschuldigung, würden Sie bitte …«, darf es zur Selbstverständlichkeit werden, der Bitte nachzukommen. Besser wäre noch, wenn der Satz gar nicht erst ausgesprochen werden müsste. Wenn beispielsweise Hundehalter ihre Hunde zurücknehmen, dürfen Nicht-Hundehalter auch einmal sich (oder ihre Kinder) zurücknehmen, wenn ein Hund sich vor ihnen fürchtet.

Natürlich wissen wir, dass es weiterhin unbelehrbare Mitmenschen gibt. Doch wenn alle, oder zumindest der Großteil der Hundehalter an der gleichen Strickseite ihrer Reputation ziehen, könnte zukünftig der Ruf wieder ins rechte Licht geraten.

Mit ein wenig wohlwollenden Umgangsformen der Nicht-Hundehalter kann eine Basis, weg von Gegensätzlichkeit, hin zur Gemeinsamkeit geschaffen werden.

Ein lohnenswerter Versuch, wie wir finden. Denn es geht für uns alle um mehr Freiheit, Sicherheit und Zufriedenheit.

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