Beutegreifer Hund | Rat Hund Tat
Beutegreifer Hund

Beutegreifer Hund

Die existentielle Lebensgrundlage eines Individuums ist Nahrung. Jeder Hund jagt auf seine Weise. 

Für Kaniden ist es maßgeblich Fleisch. Damit gehören sie zu den Raubtieren oder auch sozialen Beutegreifern. Sozial deshalb, weil Kaniden im Verband jagen gehen, um ihre Erfolgsaussichten zu steigern. Genau dieses Verhalten bewegte den Menschen, sich der Fähigkeiten der Hundeartigen zu Nutze zu machen.

Im Laufe vieler Jahrzehnte entwickelte sich im Rahmen der Domestikation die Selektion prägnanter Veranlagungen der Jagd, woraus letztendlich die verschiedensten Hunderassen entstanden. Grundsätzlich ist jeder Hund, gleich, zu welcher Rasse er gehört, ein sozialer Beutegreifer. Und das, obwohl sein Mensch ihm täglich Futter aushändigt. Die Domestikation und Selektion hat daran nichts ändern können.

Die Jagd ist ein Bestandteil des Instinktkreises des Hundes.

Da die Jagd zur genetischen Grundlage aller Hunde gehört, sie dementsprechend nicht »aberzogen« werden kann, ist es verständlich, dass Hunde, wenn dieses Bedürfnis unbefriedigt bleibt, sich bei bietenden Optionen verselbstständigen. Das »nicht-jagen-dürfen« ist für sie frustrierend. Und so passiert es weiterhin, dass Hunde die »Jagdverbote« ignorieren, was wiederum weniger mit Ungehorsam zu tun hat. Des Menschen Ärgernis ist ein nicht mehr abrufbarer berauschter Hund.

Die Jagd setzt bei Hunden ein Hormon-Cocktail mit berauschender Wirkung frei.

Durch das Freisetzen von endogenem Morphin, Dopamin und Adrenalin entsteht in ihnen ein derartiges Glücksgefühl, durch das der tatsächliche Jagderfolg zur Nebensache wird. Die Jagd als Bewegungssequenz reicht ihnen bereits. Die speziellen Hormone werden auch »körpereigene Opiate« und »Glückshormone« genannt. Sie sorgen dafür, dass der Hund bei Misserfolg nicht aufgibt, was biologisch betrachtet, zu Überlebenssicherung zählt.

Kaum ein Hund, der von einer Hetzjagd zurückkehrt, wirkt enttäuscht – eher das Gegenteil, selbst, wenn die Jagd erfolglos blieb.

Die einzelnen Jagdsequenzen kann sich der Mensch zu Nutze machen, um das natürliche Bedürfnis des Hundes zu lenken und leiten. Denn Hunde brauchen weniger das Töten von Beute, was immer auch eine Gefahr für Verletzungen birgt, sondern vielmehr die soziale Interaktion, tunlichst inklusive den bevorzugten Sequenzen ihrer Jagd.

In einer einfachen Betrachtung unterscheidet sich die Jagd zunächst in den Ursachen:

  • Olfaktorische Jagd - der Motivator ist ein Geruch, der Hund arbeitet bevorzugt mit der Nase.
  • Optische Jagd - der Motivator ist eine Bewegung, der Hund arbeitet bevorzugt über Sichtkontakt.
  • Akustische Jagd - der Motivator ist für den Menschen kaum wahrnehmbare Geräusche, der Hund hört seine Beute, wobei eine genaue Ortung der Beute erfolgt.

Da Hunde ihre Umwelt hauptsächlich über die Nase wahrnehmen, zeigen viele Rassen eher ein olfaktorisches Jagdverhalten, erst dann eine optische und schließlich eine akustische Jagdform. Insgesamt jedoch nutzen sie all ihre Sinne zum Aufspüren von Beute. Bei Kontakt verläuft die faktische Jagd dann bei fast allen Hunden gleich. Hetzen, Stellen, Packen, Fixieren oder Schütteln, um zu töten.

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