Modehunde und Designerhunde | Rat Hund Tat
Modehunde und Designerhunde

Modehunde und Designerhunde

Als Modehunde bezeichnet man die Rassenhunde, die aktuell am beliebtesten bei den Menschen sind. Bei Designerhunden soll eine neue Rasse, gekreuzt aus zwei oder mehr etablierten Rassen, entstehen.

Ein Mode- oder auch Trendhund entsteht oftmals durch Werbung, Film und Fernsehen wie beispielsweise bei 101 Dalmatiner, ein Hund namens Beethoven oder Hachiko. Auch Prominente können durch ihren eigenen Hund einen Hundetrend auslösen. Trends wirken sich zum Leidwesen einer Hunderasse aus.

Sobald eine Hunderasse zum Mode- oder Trendhund avancierte, ist die Nachfrage groß.

Dementsprechend wird diese Rasse von skrupellosen Züchtern regelrecht produziert. Die Folgen daraus sind schnelle Züchtungen, bei der nur noch wenig auf die Gesundheit oder Selektion sozialer Charaktertypen geachtet wird. Liebevolle und verantwortungsbewusste Züchter der jeweiligen Hunderasse bemühen sich vergeblich, ihre Welpen zu verkaufen, da der Markt mit billigen Rassewelpen überschwemmt wird. Es ist nicht immer einfach bei Züchtern die Spreu vom Weizen zu trennen. Jedoch gibt es im Internet genügend Informationen über Hundehändler und Massenzüchter, wie man sie erkennt und warum dort keine Hunde gekauft werden sollen.

Designerhunde (Hybriden) sind Mischungen aus zwei oder mehr Rassehunden aus der eine neue Rasse entstehen soll.

Zu den Designerhunden gehören der Puggle (Beagle-Mops), Labradoodle (Labrador-Pudel), Golden Doodle (Golden Retriever-Pudel), Lurcher (Windhund-Hirtenhundhybrid) oder auch der Aussiedoodle (Australien Shepard-Pudel), um nur einige zu nennen.

Bei Hybriden sollte der Mensch immer daran denken, dass sozusagen zwei Herzen in der Brust des Hundes schlagen, da zwei unterschiedliche Veranlagungen aufeinandertreffen.

Designerhund Lurcher

Designerhund Lurcher

Rassetypischen Verhalten ist genetisch bedingt.

Werden zwei Hunderassen miteinander gekreuzt, bei denen beispielsweise der Territorialinstinkt stark unterschiedlich ausgeprägt ist, werden die daraus hervorkommenden Welpen sich charakterlich ebenso stark voneinander unterscheiden, selbst wenn sie sich optisch ähneln. Ein Welpe zeigt das Territorialverhalten des einen Elterntiers, ein anderer nicht. Auch möglich wäre, dass ein paar Welpen wechselndes Verhalten in sich ähnelnden Situationen zeigen. Sie sind sozusagen „nur ab und zu“ territorial, was eine Charaktereinschätzung erschwert.

Bei Designerhunden sollten Käufer damit rechnen, dass Verhalten und Optik des Hundes möglicherweise nicht zusammenpassen.

Weniger gelungene Mischungen wären beispielsweise die Ridgemaraner (Rhodesien Ridgeback und Weimaraner). Beide Rassen werden sehr erwachsen, sind für ernsthafte Aufgaben gezüchtet worden und gehören zu den überaus territorialen Rassen. In dieser Verpaarung potenziert sich das rassentypische Verhalten, sodass einige Welpen kaum noch vom Menschen souverän kontrollierbar sein könnten.

Ferner können gesundheitliche Probleme durch unpassende Verpaarungen auftreten.

Beispielsweise haben einige Labradoodle Haut- und Fellprobleme, da der Labrador eher stark abhaart, der Pudel aber überhaupt nicht. Krankheitsbilder, die durch nicht zusammenpassende Paarungen entstehen, begleiten den Hund lebenslang. Die Hunde leiden, was sich wiederrum auf seine Gemütsverfassung auswirkt. Fühlt sich ein Hund in seiner Haut nicht wohl oder hat er sogar Schmerzen, wird er ein Verhalten zeigen, welches der Käufer nicht erwartet hat.

Qualzucht beim Mops

Qualzucht beim Mops

Outcross Verpaarungen, bei der es um die Blutauffrischung der Rasse geht, sind keine Designerhunde.

Beim Outcross wird eine andere Hunderasse in eine bestehende eingekreuzt, was für viele Züchter zwar ein Unding ist, jedoch die Linie vor Inzucht bewahren kann.

Zudem kann auf diese Weise im Laufe mehrere Generationen die Qualzuchten einiger Rassen verschwinden.

Ein Beispiel dafür ist der Retromops, der nicht zu den Designerhunden gehört, da das Ziel ein anderes ist.

Um dem Mops zurück zu seinem ursprünglichen Aussehen und seiner Fitness, gesunde Nase- und Schnauzenform, zu bringen, wurde zunächst zu ¼ Parson Russell eingekreuzt, was bereits in den ersten Würfen einen durchschlagenden Erfolg zeigte. Weiteren positiven Einfluss auf die Optik und Gesundheit brachte das zu ¼ einkreuzen des Pinschers. Beide eingekreuzte Rassen wurden nur für den Start verwendet. In der weiteren Zucht wurden nur noch die Möpse verwendet, bei denen der Phänotyp das gewünschte Bild zeigte.

Dalmatiner haben oft einen Gendefekt weshalb sie die Harnsäure nicht abbauen können, wodurch Blasensteine entstehen.

Bei dieser Rasse kreuzte ein amerikanischer Genetiker 1973 einen Pointerrüden ein. Das Ergebnis waren Welpen, die frei waren von dem Gendefekt. Zukünftig durften zwar nur reine Dalmatiner in die Zucht, aber nur die Hunde, die ebenfalls frei des Defekts waren.

Ebenso könnte es dem Hovawart gut bekommen, würde er mit liebevollen Charakteren der Retriever gekreuzt. Durch die jahrelange Zucht der Rasse ist der Genpool Bestand gering, was sich auf Wesensmerkmale der Rasse auswirkt.

Entscheidet sich ein Mensch für einen Hund kann man ihm zig Ratschläge geben, letztendlich ist der Hundekauf nahezu immer eine Herzentscheidung.

Wir empfehlen den Menschen, die den Wunsch nach einem Hund hegen, sich unbedingt über die Eigenschaften des Hundes zu informieren und nicht nur nach Äußerlichkeiten auszuwählen.

 

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