Spiel und Spielsachen | Rat Hund Tat
Spiel und Spielsachen

Spiel und Spielsachen

Spiel ist ein Handlungsvorgang, der an und mit Lernprozessen gekoppelt ist. Hunde spielen nicht grundlos.

Während dieser Interaktion entwickeln Hunde soziale Kompetenz, lernen sich und ihre Fähigkeiten kennen und üben Handlungen, die sie glauben in ihrem Leben zu benötigen. Spielt der Mensch mit seinem Welpen, sollte er das Spiel welpengerecht gestalten. Das gemeinsame Spiel soll beiden Freude bereiten. Wildes und grobes Spielen kann bei sensiblen Welpen zu Frustration und bei robusten Welpen zur Distanzlosigkeit führen.

Die soziale Entwicklung des Welpen steht im Vordergrund, daher sollte der Mensch, sooft wie möglich, Spielsequenzen einleiten aber auch beenden. Spiel beinhaltet ein hohes Maß an Kommunikation. Der Mensch sollte erzieherisch Einfluss nehmen, wodurch er seine Bindung und Beziehung zu dem Welpen fördert.

Vorerst auf Zerr- und Ziehspiele verzichtet.

Bei einem Zerr- und Ziehspiel treten Welpe und Mensch als Konkurrenten an. Der Mensch spielt gegen und nicht mit seinem Welpen. Der Hund lernt, sein Spielzeug vehement zu verteidigen, woraus sich, je nach Hundetyp, ein Beutefangverhalten formen kann. Der Welpe lernt das Hetzen – Fangen – Töten, was in das natürliche Verhaltensrepertoire des Hundes gehört.

In diesem Entwicklungsstadium sollte der Welpe das kooperative Arbeiten mit seinem Menschen lernen.

Das Spiel mit Artgenossen sollte vom Menschen beobachtet und geleitet werden.

Doch bevor der Welpen mit anderen Welpen herumtobt, sollte er seinen eigenen Menschen als Bindungsperson, die ihm Schutz und Sicherheit bietet, erkennen. Der Umgang mit fremden Artgenossen ist wichtig für eine souveräne Entwicklung des Welpen. Die Kommunikationsvarianten zwischen Hunden kann ein Mensch nicht ersetzen. Doch sollte darauf geachtet werden, wie und mit wem der eigenen Welpe spielt.

In Zeiten, in denen der Welpe sich kurzweilig alleine beschäftigen muss, sollten Spielsachen eingesetzt werden, mit denen sich der Welpe keinen Schaden zufügen kann. Das Angebot an Hunde-Spielzeug ist vielfältig, ebenso die Qualität der Spielsachen. Ob eine Notwendigkeit der Anschaffung besteht, liegt nicht zuletzt an den finanziellen Möglichkeiten der Hundehalter. Mit ein wenig Fantasie finden sich im Haushalt eine Menge Dinge, mit denen der Welpe spielen kann. Eine einzelne Socke mit ein paar Weinkorken gefüllt und zugeknotet ersetzt ein Stofftier. Oder ein altes Frotteehandtuch oder ein anderes Stück Stoff mit einem Knoten.

Unbedingt vermeiden sollte der Mensch quietschende Spielwaren.

Das Quietsch-Geräusch verursacht eine Fehlkonditionierung beim Welpen. Spielt der Hund mit Artgenossen und fügt denen einen Schmerz zu, fiept der Spielpartner. Hat ein Welpe zuvor lange mit Quietsch-Spielzeug gespielt, wird er bei dem Fiepen eines realen Spielpartners animiert, weiter zu machen. Für eine sozial kompetente Entwicklung ist es jedoch wichtig, dass der Welpe erkennt und versteht, dass ein Quietsch- oder Fiepgeräusch Vorsicht und Rücksichtnahme fordert.

Auf Gummispielzeuge sollte gänzlich verzichtet werden, da sie zumeist gesundheitsschädliche Weichmacher enthalten.

Als günstiges und effizient nutzbares Spielzeug erweisen sich leere Papprollen von WC Papier oder Küchentücher. Ein paar Futterbrocken hinein, die Enden nach innen geknickt und schon kann es losgehen. Beim Aufräumen der Pappfetzen darf der Welpe zur Hilfe animiert werden. Hierbei kann der Mensch spielerisch Problemlösungsverhalten, Futtersuche und Apportierübungen in einer kooperativen Interaktion üben. Der Welpe sollte nicht unbeobachtet mit Papprollen spielen, um ein Verschlucken der Pappteilchen zu vermeiden.

Während der »oralen« Phase, meist mit Beginn des Zahnwechsels, kaut der Welpe an allem herum und trägt ständig irgendetwas durch die Gegend.

Eine für den Menschen etwas anstrengende Zeit, da er sehr aufmerksam sein muss, damit der junge Hund nichts Gefährliches verschluckt. Bevor es zu nervenaufreibenden Diskussionen und Verboten kommt, kann der Mensch für diese Zeit alles Beiseiteschaffen, was der Welpe nicht erreichen soll. Es gibt zwar einige Welpen, die wenig Interesse an Teppichen mit Fransenkante, Schuhen, Taschen am Boden oder Blumentöpfen zeigen. Doch sollte Ihr Welpe nicht zu ihnen gehören, bewahrt ein frühzeitiges Wegräumen den Erhalt der Dinge.

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