Welpen Spielstunde | Rat Hund Tat
Welpen Spielstunde

Welpen Spielstunde

Der Kontakt mit Artgenossen soll die soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit bei Welpen fördern.

Das Gespräch von Hund zu Hund kann ein Mensch nur selten bis gar nicht komplett ersetzen. Die hündische Sprache ist komplex und mit sehr feinen Details ausgestattet. Um einem Welpen die Chance auf einen kompetenten, souveränen Umgang mit fremden Artgenossen zu ermöglichen, sollte er mit ihnen Kontakt aufnehmen dürfen.

Doch bevor mit dem Welpen eine Spielstunde besucht wird, sollte ein junger Hund sich an seinen Besitzern orientieren lernen. Wurde in den ersten Wochen erfolgreich an der Bindung und Beziehung zum Menschen gearbeitet, kann eine Welpen Spielstunde besucht werden.

Bei einer passenden Spielgruppe sind die Hunde nahezu im gleichen Alter.

Welpen sind äußert flink außer Reichweite, was in einer Spielgruppe nicht passieren sollte. Das Spielgelände ist daher begrenzt, frei von Verletzung provozierenden Gegenständen und eingezäunt. Eine gerade Anzahl der teilnehmenden Hunde kann vorteilhaft sein, da sich so nicht zwei gegen einen »verbünden« können.

Erfahrene Hundebesitzer können sicherlich eine private Spielstunde organisieren, unerfahrene Welpenbesitzer sollten sich in professionelle Hände begeben.

Der Welpenbesitzer lernt das Spielverhalten zu erkennen und zu deuten.

Ist das noch ein Spiel? Findet hier gerade Mobbing statt? Befindet sich ein Welpe stets in der »Opfer-Rolle« oder ist einer der Welpen »chefig« unterwegs? Insbesondere gemobbte Welpen brauchen Rückendeckung, damit sie später, im erwachsenen Alter, nicht versuchen, mit Scheinattacken ihre Artgenossen von sich fernzuhalten. Umgekehrt gilt es, einen vorwitzigen, frechen und Unruhe stiftenden Welpen in seine Grenzen zu weisen.

Wer bei einer agilen Gruppe die Oberhand hat, ist für unerfahrene Augen nicht immer einfach zu erkennen.

Bei einer geleiteten Welpen Spielgruppe wird der Trainer die Welpenbesitzer einweisen und erklären können, warum ein Welpe geschützt werden soll oder welcher Welpen eine Korrektur verdient. Um hierbei einen Überblick behalten zu können, sollten die Gruppengröße pro Trainer auf maximal 4 Welpen beschränkt werden.

Das Spiel wird von den Besitzern gestartet, wenn alle Welpen auf dem Grundstück sind und zunächst wenige Minuten Ruhe hielten. Dieses Vorgehen beugt der Fehlkonditionierung einer Erwartungshaltung vor.

Die Interaktionen beanspruchen die Welpen geistig und körperlich.

Damit der Erregungszustand sie nicht überlastet und ein Spiel sich ins Gegenteil kehrt, wird es immer wieder einmal unterbrochen. Die Erholungspausen zwischen den Spielsequenzen wird durch ein Abschalttraining ausgefüllt. Einige Welpen zappeln und hampeln dabei herum, weil sie unbedingt weiterspielen wollen. Sie sollten damit erfolglos bleiben, denn ansonsten lernen Welpen, dass Aufregung belohnt wird, was sich ungünstig auf ihre Steadiness auswirkt.

Während des Spiels der Welpen bewegen sich die Besitzer über das Grundstück, bzw. um die Gruppe herum.

Befindet sich der Mensch im Stillstand, vernachlässigt der Welpe den Blickkontakt zu ihm. Bewegt sich der Mensch über den Platz, lernt der Welpe auch während des Spiels auf ihn zu achten.

Bei sich regelmäßig treffenden Spielgruppen entsteht oftmals eine gewisse Gruppendynamik, wenn ein Neuzugang erfolgt. Der »Neue« wird von allen anderen umringt, gecheckt und beschnüffelt. Das kann dem Neuling Angst einjagen. Besser, die Welpen lernen sich nacheinander kennen.

Welpen sollten niemals von ihren Menschen zu dem Spiel »gezwungen« oder in einer Gruppe sich selbst überlassen werden.

Schüchterne Welpen, die sich am Rande des Grundstücks aufhalten, sich hinter ihre Menschen stellen und beobachten, sind nicht bereit für eine Spielstunde. Ein solcher Welpe braucht Zeit, um sich mit der Situation anzufreunden.

Zu einem positiven Erlebnis kann es für den Welpen dennoch werden, wenn der Mensch sich am Rande des Grundstücks mit seinem Welpen beschäftigt. Dabei kann der Welpe immer wieder mal ein Blick auf die Gruppe werfen und vielleicht ist er beim nächsten oder übernächsten Besuch bereit, sich zu integrieren.

Sätze wie: »Das machen die schon von alleine« , »Da muss er einfach mal durch« und »so lernt er, sich zu verteidigen« sind kontraproduktiv zu einer vertrauensvollen Mensch-Hund Beziehung.

Bei Welpen handelt es sich um unerfahrene Tierkinder, die auf den Schutz und die Sicherheit ihrer Bezugsperson angewiesen sind. Sie benötigen die Hilfe ihrer Menschen, um sich integrieren zu können. Bietet der Mensch keine Anleitung und Sicherheit, wird der Welpe kein Vertrauen aufbauen können.

Hinweis

Anhand eines erwachsenen Hundes, der als »Erziehungsberechtigter« in einer Welpengruppe eingesetzt wird, können unerfahrene Welpenbesitzer sehen, wie eine solche Spielgruppe gemanagt wird. Der erwachsene Hund sollte hierbei nur gelegentlich und nur zu Demonstrationszwecken integriert werden. Zukünftig wird es die Aufgabe der Welpenbesitzer sein, das Spiel des Hundes mit Artgenossen zu lenken und zu leiten.

Auch im Spiel ist der Hundehalter für die Erziehung seines Vierbeiners verantwortlich. Es obliegt ihm, seinen Welpen oder hin und wieder auch einen fremden Welpen zu korrigieren, falls es notwendig ist.

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