Welpenschule | Rat Hund Tat
Welpenschule

Welpenschule

Hundebesitzer übernehmen ihre Welpen ca. in der achten Lebenswoche, zu Beginn der Sozialisierungsphase.

Es ist die Zeit, in der ein Welpe lernt, mit den Dingen zu agieren, die er in der Prägephase, noch beim Züchter und seiner Mutter, kennenlernte. Für einen Welpen bedeutet es, aus der Sicherheitszone seiner Mutter entnommen zu werden und von nun an mit fremden Zweibeinern leben zu müssen. Je nach Prägung des Züchters schaffen einige Welpen den Übergang problemloser, als andere.

Für den Hundebesitzer beginnt nun die Zeit der Erziehung, das Vertrauen zu generieren und eine gemeinsame Sprache zu entwickeln.

Der Mensch sollte sich bereits bei Einzug des Welpen darüber im Klaren sein, dass es in seiner Verantwortung liegt, seinen Welpen zu einem souveränen und charakterfesten Hund zu erziehen. Um die Menschen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, ist der Markt reich gesät mit Hundetrainer, Verhaltensberatern, Hunde Erziehungsberatern oder Hunde-Coaches.

Bevor sich der Mensch für eine Hundeschule entscheidet, sollte er sich darüber Gedanken machen, wie er sich die Zukunft mit seinem Hund vorstellt.

Und was er von dem Hundetrainer erwartet und wissen möchte - bedeutet: Geht er nur in die Hundeschule, weil man das halt so macht? Gibt es bereits einen konkreten Grund? Oder möchte er fundiertes Grundlagenwissen über die Lebensgewohnheiten von Hunden erlangen?

Je präziser die Wünsche des Welpenbesitzers an den Trainer sind, umso eher kann festgelegt werden, ob Trainer und Halter miteinander arbeiten können. Formuliert der Kunde seine Vorstellung nur vage, läuft er Gefahr, bei der Wahl der Hundeschule eine Enttäuschung zu erleben. Im absolut günstigsten Fall, wird der Trainer die häuslichen Begebenheiten mit dem Kunden besprechen, oder sogar den Unterricht vor Ort empfehlen.

Welpenerziehung fängt zu Hause an.

Sollte es bereits im Alltag Missverständnisse zwischen Welpe und Besitzer geben, wäre es kontraproduktiv für die Mensch-Hund-Beziehung, die Welpenschule in fremder Umgebung, inkl. Kontakt zu Artgenossen zu beginnen. Es würden zu viele Ablenkungsreize auf den Welpen einströmen, sodass er sich nicht auf seinen Menschen konzentrieren kann.

Inhalt einer Welpenschule sollte primär die Erziehung sein. Hierbei lernt der Welpe zunächst das Regelwerk der Familie kennen. Ein ebenso bedeutender Bestandteil der Welpenschule ist die Vermittlung von Wissen an den Hundehalter.

Um mit seinem Vierbeiner später eine vertrauensvolle Beziehung erleben zu können, muss der Mensch seinen Welpen erst kennenlernen.

Welche Dinge sind dem Hund wichtig? Wovor ängstigt er sich? Woran hat er Freude? Wie kommuniziert er und vieles mehr. Das ist nicht immer einfach zu erkennen und schon gar nicht, wenn die Emotionen die reale Beurteilungsmöglichkeit außer Kraft setzen.

Welpen erfüllen das sogenannte Kindchenschema in Perfektion, was häufig dafür sorgt, dass Welpenbesitzer das Verhalten ihres Knirpses als niedlich empfinden und ihm zu viel durchgehen lassen. Die Aufgabe eines Trainer besteht darin, dem Kunden zu erklären, was der Welpe dadurch zukünftig lernt, nimmt der Besitzer kein Einfluss auf sein Verhalten. Der Trainer wird den Kunden anleiten, wie er liebevoll und gelassen, aber konsequent sein Erziehungsweg gehen kann.

Eine vertrauensvolle Mensch-Hund-Beziehung wird nicht durch das Einüben von Sitz und Platz geschaffen.

Für den Kontakt zu gleichaltrigen Artgenossen, die einen Welpen zudem schnell überfordern können, ist die Zeit reif, wenn der Welpe seinen Menschen als adäquaten Sozialpartner akzeptiert. Denn erst dann weiß der Welpe, dass sein Mensch ihn schützen kann und wird, wenn es notwendig ist.

Vor der Wahl der Hundeschule oder des Trainers sollten sich die zukünftigen Hundehalter genau informieren. Nicht immer ist die Hundeschule direkt um die Ecke, die passende. Bedenkt der Welpenbesitzer, dass in der Welpenschule die Grundbausteine für die Zukunft gelegt werden, wird er mit Bedacht seine Entscheidung treffen.

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