Vorbereitung zum Apportieren | Rat Hund Tat
Vorbereitung zum Apportieren

Vorbereitung zum Apportieren

Möchte der Mensch seinen Hund später mit Apportierübungen beschäftigen, wird bereits im Welpenalter der Grundstein gelegt.

Ratsam ist es, den Welpen im Haus das Aufnehmen von unterschiedlichen Gegenständen nicht zu verbieten. Nimmt er beispielsweise eine Socke, ein Brillenetui, einen Pantoffel oder ähnlich Ungefährliches auf und nutzt der Mensch hier zeitgleich das Wortsignal Apport, verknüpft der Welpe, durch mehrfache Wiederholungen Wort und Handlung miteinander. Kleingegenstände, die ein Welpe direkt verschlucken kann, oder gefährliche Dinge sollten unerreichbar bleiben.

Wünschenswert ist es, trägt der Welpe seine „Beute“ direkt zu seinem Menschen und übergibt sie ihm.

»Zeigt« er seinen Fang nur und läuft damit dann fort, wäre ein Lösungsansatz das Tauschgeschäft. Der Welpe bekommt beispielsweise ein Spielzeug, wenn er seine Beute abgibt. Erfährt der Welpe in diesen Situationen, dass sein Mensch ihm niemals etwas einfach nur wegnimmt, wird er ihm später gerne zeigen, was er gefunden hat und es freudig bringen.

Verbietet der Mensch dem Hund das Aufheben von Gegenständen, kann daraus eine Fehlkonditionierung entstehen.

Ein schroff ausgesprochenes Verbot kann eine grundsätzliche Apportier-Verweigerung auslösen. Kleine Dinge könnten direkt verschluckt werden oder der Hund flüchtet mit seinem Fund.

Während der oralen Phase, die meist mit dem Zahnwechsel einsetzt, neigen Welpen dazu, alles in die Schnauze zu nehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Das kann einen Hundebesitzer gelegentlich zur Verzweiflung bringen. Dennoch - schimpft der Mensch hier, können mehr negative als positive Verknüpfungen entstehen. Hat der Welpe bis dahin gelernt, dass ihm nichts weggenommen wird, und dass er alles anzeigen darf, wird er es auch in dieser Zeit weiterhin tun.

Einen leeren Pappbecher aufheben stellt zunächst kein Problem dar. Darf der Welpe ihn voller Stolz wenige Meter tragen, etwa bis zum nächsten Papierkorb, wird er ihn höchstwahrscheinlich gerne abgeben. Denn mit einem Pappbecher in der Schnauze lässt es sich nicht komfortabel schnüffeln.

Je positiver der Mensch das Aufheben sinnloser Gegenstände kommentiert, um so eher lernt der Welpe das grundsätzliche Apportieren und freudige Abgeben.

Alldem ungeachtet ist natürlich immer Aufmerksamkeit geboten, damit die Kleinen keine gefährlichen Gegenstände in die Schnauze nehmen oder gar verschlucken.

Hinweis

Ein Tauschgeschäft gegen ein Spielzeug zeigt bei einigen Welpen keine Wirkung. Bevor in dieser Situation ein Zank entsteht, kann auf einen Kauartikel zurückgreifen. Sollte auch das nicht funktionieren, kann Desinteresse an dem Objekt den Hund dazu veranlassen, seine Beute liegen zu lassen. 
Das Praktizieren von Tauschhandel sollte reduziert und wohl überlegt eingesetzt werden. Hunde lernen flugs, welche Handlungen bei ihren Menschen eine Reaktion auslöst. Häufig angewandt lehrt den Hund, seinen Menschen zu konditionieren.

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