Die Sprechrichtung ist wegweisend | Rat Hund Tat
Die Sprechrichtung ist wegweisend

Die Sprechrichtung ist wegweisend
23. Mai 2014

Am Max-Planck-Institut testeten Wissenschaftler die Orientierungsfähigkeiten von Hunden. Zu beantworten galt: Orientieren sich Hunde räumlich an der Blickrichtung des Menschen? Oder reicht ihnen die akustische Wahrnehmung der Sprechrichtung?

Federico Rossano, Marie Nietzschner und Michael Tomasselo wollten herausfinden, ob Hunde zur räumlichen Orientierung den Blickkontakt zu einer Person benötigen. Oder ob sie ihnen die Sprechrichtung genügt.

Für die Untersuchung stellten die Tester eine Holzwand auf, hinter der sich der Versuchsleiter verbergen konnte. Rechts und links der Wand standen Futterbehälter. Der Hund saß dem Konstrukt gegenüber, vor ihm ein Vorhang, der, während Futter in einen der Behälter gelegt wurde, zugezogen war.

Nach Sichtfreigabe forderte die Testerin, verborgen hinter der Holzwand, den Hund zur Suche auf. Dabei saß sie dicht an dem leeren Behältnis und blickte und sprach in Richtung des Gefüllten. „Die meisten der Hunde folgten der Stimme der Studienleiterin mit Erfolg und fanden das versteckte Futter“, sagt Rossano. Auf diese Weise wurden erwachsene Hunde und Welpen zwischen der 8. und 14. Lebenswoche getestet. Bei den Welpen unterschieden sich zwei Gruppen. Die Einen hatten bereits intensiven Kontakt zu Menschen, die Anderen kamen aus einer Zwingerhaltung.

Im Kontrollversuch sprach die verborgene Testerin Richtung hinterer Wand. Die Hunde bleiben erfolglos, sie fanden das Futter nicht.

Die Wissenschaftler begründen damit, dass die Hunde das Futter nicht mit der Nase suchen, sondern rein über die Sprache der Menschen. Das belege zudem, das ein Blickkontakt zum Menschen nicht für eine verständliche Kommunikation notwendig sei. Allerdings haben die Versuche auch ergeben, dass Hunde intensiven Kontakt zu Menschen brauchen, um akustische Signale wahrheitsgetreu deuten zu lernen.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

 

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