Genügt Hunden ein verbales Lob? | Rat Hund Tat
Genügt Hunden ein verbales Lob?

Genügt Hunden ein verbales Lob?
29. August 2016

In einer Studie über das Loben von Hunden stellten Neurowissenschaftler fest, dass lobende Worte häufig mehr Belohnung für den Hund sind, als eine Futtergabe.

An der Emory Universität von Druid Hills erforschten Neurowissenschaftler, welche Form der Belohnung für Hunde wertvoll ist. Gregory Berns und seine Kollegen untersuchten die Gehirnaktivität der Hunde bei unterschiedlichen Belobigungen.

Im ersten Experiment lernten 15 Hunde von ihren Menschen zunächst drei Gegenstände kennen, das mit einen Belohnungstyp gekoppelt wurde. Das Erste war ein rosa Spielzeugauto, das mit einem Leckerchen belohnt wurde. Das Zweite war ein blauer Ritter, der über ein verbales Lob bestätigt wurde. Das Dritte, eine Haarbürste wurde gar nicht belohnt.

Im Magnetresonanztomograph (fMRT) wurde im Anschluss die Aktivität des Gehirns in Bildern festgehalten. Im Ergebnis zeigten nur zwei Hunde die Präferenz zu Futter.

Vier Teilnehmer bevorzugten das verbale Lob und bei neun Hunden verteilte sich die Wertschätzung gleichmäßig auf die Wort- und Leckerchen Belohnung.

Zur Bestätigung der Ergebnisse führten die Wissenschaftler einen weiteren Test durch. Die Hunde hatten zwei Wege durch ein einfaches Labyrinth. Der eine Weg führte zu einer Futterschüssel, der andere zum Besitzer, der sein Tier verbal lobte, wenn er bei ihm ankam. Die Kandidaten, die bereits beim ersten Versuch ihren Besitzer präferierten, zeigten dies auch zu 90 Prozent beim zweiten Test.

Gregory Berns und sein Team stützen ihre Studie auf zwei Blickwinkel der Mensch-Hund-Beziehung. Der Erste beruht auf der pawlowschen Theorie, dass Hunde ihre Besitzer hauptsächlich zur Futtergabe benötigen. Der Zweite, dass sie ihre Menschen als Sozialpartner schätzen und für sie die Interaktion wichtiger ist als das Futter.

»Die Ergebnisse offenbaren, wie wichtig Lob für die Hunde ist - soziale Belohnung hat für sie womöglich eine ähnliche Bedeutung wie für uns Menschen«, erklärt Berns.

Mehr zu der Studie finden Sie im Oxford Journal.

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