Neues aus der Krebsforschung | Rat Hund Tat
Neues aus der Krebsforschung

Neues aus der Krebsforschung
16. Juli 2014

Wiener Wissenschaftler entwickeln Antikörper gegen Krebszellen bei Hunden. Ein erster Schritt zu einer gesicherten Diagnostik und Therapie.

Josef Singer und Judith Fazekas forschen am interuniversitären Messerli Forschungsinstitutes für Veterinärmedizin. Ihr Forschungsziel ist die Krebsbehandlung bei Hunden. Die beiden Wissenschaftler entdeckten bei ihrer Arbeit den Unterschied häufig vorkommender Krebszellen bei menschlichen Krebszellen zu denen des Hundes. Der für die Behandlung des Menschen benötigte Antikörper unterscheidet sich durch nur vier Aminosäuren zu dem des Hundes.

Die Wissenschaftler modifizierten den Feind der Tumorzellen und stimmten ihn auf hündische Krebszellen ab.

Erste Laborversuche fielen überdurchschnittlich positiv aus. Studienleiterin Erika Jensen-Jarolim freut sich über die Ergebnisse: »Wir erwarten, dass die Hunde diese Anti-Krebs-Antikörper gut vertragen. Dies soll bald in klinischen Studien untersucht werden. Damit wird in Zukunft die Therapie, aber auch die Diagnostik krebskranker Hunde wesentlich verbessert werden.«

Bei einer Krebsbehandlung werden dem Patienten Antikörper injiziert, die an die Antigene der Krebszelle andocken. Diese Antikörper senden ein tödliches Signal an das Innere der bösartigen Zelle, wodurch ihr Wachstum gestoppt wird, was die Verendung der Krebszelle einleitet.

Zur Verbesserung der Diagnostik kann an den neuen Antikörper ein Radioisotop gekoppelt werden.

Dockt das Molekül an bösartige Zellen an, ist die Radioaktivität des Isotops bildgebend nachweisbar. Für die zukünftige Immuntherapie planen die Wissenschaftler die Behandlung von Milchleistenkrebs bei Hunden.

Weiteres zur Studie finden Sie im AACR Journal.

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