Straßenhunde und Streuner

Straßenhunde und Streuner

In Deutschland scheint es undenkbar zu sein, Hunde als Straßenhunde oder Streuner leben zu lassen.

Im süd-/östlichen Ausland hingegen gehören Straßenhunde und Streuner zum Tagesbild. Die Hunde liegen tagsüber schlafend im Schatten, an Hauswänden, unter Sträuchern oder in Türeingängen. Tunlichst so, dass sie Menschen nicht im Wege sind, denn Einheimische sehen Straßenhunde nur, wenn sie stören.

Straßenhunde und Streuner sind Überlebenskünstler.

Diese Hunde verbringen die meiste Zeit damit, Menschen zu studieren. Sie beobachten sie genau, um später die perfekte Strategie bei der Nahrungsbeschaffung anzuwenden.

Straßenhunde sind daran zu erkennen, dass sie keinerlei menschliche Merkmale wie z.B. Halsbänder tragen und ungepflegt und/oder kränklich daherkommen. Sie leben in Rudeln, erscheinen aber meist allein, max. zu zweit oder dritt, vermutlich, um Menschen nicht zu verängstigen. Sie leben nach eindeutigen Regeln, ihren Regeln und verhalten sich Menschen gegenüber skeptisch, selbst die Welpen. Die Zuordnung zu einer Rasse ist kaum möglich.

Streuner sind oftmals gepflegte Hunde mit Halsband, die sich ihren Tag frei einteilen können.

Sie haben ein Zuhause, dass sie, je nach Land und Jahreszeit, am Tage oder erst nach Sonnenuntergang aufsuchen. Zu den Streunern gehören Menschen, die ihre Hunde lieben, weshalb sie ihnen überhaupt diese Freiheit gönnen. Fremden sind gegenüber sie entweder freundlich, abweisend oder auch mal respektlos, was sich Straßenhunde eher nicht herausnehmen, es sei denn, sie fühlen sich bedroht.

Streuner am Strand

Streuner am Strand

Streuner sind auf den guten Willen eines Menschen nicht angewiesen.

Auf sie wartet eine gefüllte Futterschüssel am warmen Ofen zuhause. Ihre Jagdstrategie besteht aus typischem Betteln, wie wir es von unseren Hunden daheim kennen. Bei den Straßenhunden ist die Jagdstrategie überlebenswichtig, deshalb sehr viel komplexer.

Straßenhunde sind klug und wissen genau, bei welchen Menschen das Betteln nach Nahrung erfolgreich ist.

Ihre Strategie: Junghunde übernehmen das Betteln nach Nahrung in den Straßencafés. Welpengesichter sind, selbst bei verwahrlosten Straßenhunden, süß und werden eher von Urlaubern gefüttert, als erwachsene Hunde. Einmal erfolgreich passiert es durchaus, dass einer der Straßenhunde den Urlaubern auf Schritt und Tritt folgt.

Doch gleichgültig wie Straßenhunde und Streuner mit Menschen agieren, sie haben ihr Zuhause.

Im Urlaub ticken wir Menschen anders, als im Berufsleben. Entschleunigte Menschen neigen zu unüberlegten, gut gemeinten Handlungen, da ihre Emotionen mit ihnen durchgehen. Besonders tierlieben Menschen fallen die verwahrlosten Straßenhunde auf und möchten helfen / retten.

Straßenhund Welpen

Straßenhund Welpen

Die vermeintliche Zuneigung eines Straßenhundes beruht nicht auf dem Wunsch nach Umsiedelung.

Bedenken Sie bitte, dass Straßenhunde ihre Freiheit gewohnt sind. Sie haben eine Familie, leben in einem Hunderudel, haben ein Zuhause. Sie kämen mit der Enge in ihrem Zuhause nicht zurecht.

Menschen, die einen Hund aus dem Ausland mit Heim nehmen müssen zahlreiche Einreisebestimmungen beachten – beispielsweise im Besitz eines gültigen EU-Impfpasses sein.

Die Gefahr, dass sich der gerettete Straßenhund vollkommen anders verhält, als im Urlaubsland ist groß.

Er war ein Freigänger, was er in seinem neuen Zuhause nicht sein darf. Die Geräusche unseres täglichen Lebens wie Haartrockner, Fernseher, Radio, Topfgeklapper, Computerspiele oder Ähnliches sind den Hunden häufig fremd und könnten furchteinflößend für sie sein. 

Urlauber, die Hunden im Ausland helfen möchten, sollten sich vor Ort an Tierheime und Tierschutzorganisationen wenden. Die Vereine sind dankbar für jede Hilfe.

Bedenken Sie, dass es auch in Deutschland Tierheime gibt, in denen zahlreiche Hunde auf ein Zuhause warten.

 

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