Probleme zwischen Kind und Hund

Probleme zwischen Kind und Hund

In den Augen unserer Hunde nehmen Kinder eine Sonderstellung ein, solange die Kinder noch nicht pubertieren. 

Erst mit Beginn der Pubertät sind Kinder für unsere Hunde geschlechtlich erkennbar, was zu einer Verhaltensänderung beim Hund führen kann. Verantwortlich für die Verhaltensänderung des Hundes ist das Geschlecht des Kindes, wobei dies häufig in Beziehung zum Geschlecht und zum Alter des Hundes steht.

Der erwachsene Hund betrachtet ein Kind zunächst als kleinen Menschen, als Nachwuchs der Sozialgemeinschaft, der beschützt werden muss. Sie nehmen Kinder nicht so ganz ernst und fühlen sich ihnen übergeordnet. Insbesondere, wenn der Hund vor dem Kind in der Familie war. Welpen und Junghunde betrachtet Kinder eher als geschwisterähnliche Spielpartner.

Im Zusammenleben von Kind und Welpe bzw. Junghund entwickelt sich eine Hierarchie. 

Während die Entwicklung des Hundes zwischen dem 2. bis 4. Lebensjahr (Rasse abhängig) abgeschlossen ist, braucht ein Kind noch einige Jahre, um als junger Erwachsener zu gelten. Hunde nehmen die für sie lange Entwicklungsphase von Menschen sehr wohl zur Kenntnis.

Es ist eine Frage der Erziehung, inwieweit die Pubertätsphase von Kind und / oder Hund zu Problemen führt.

Haben Menschen (sprich die Eltern) während der Hundeerziehung die Sozialgemeinschaft klar strukturiert, wird der Hund sich der Entscheidung der Erwachsenen über Positionierungen in der Hierarchie fügen. Bei Versäumnissen darüber kann es vor allem dann zu Problemen zwischen Kind und Hund kommen, wenn beide gleichzeitig pubertieren und dazu noch vom gleichen Geschlecht sind.

Praktisch könnte es so aussehen, dass die Hunde ihre Stellung in der Familie bedroht fühlen.

Von Ungehorsam bis zu echtem Konkurrenzdenken kann beim Hund nahezu jedes Verhalten auftreten. Prallen Teenager Gemüter gleichen Geschlechts aufeinander, kann es zu Streit kommen. Bei ungleichen Geschlechtern wird sich eher ein intensives Schutzverhalten beim Hund entwickeln. Vergleichbar pubertierendes Verhalten sehen wir innerhalb der Familie, also von den Kindern zu den Eltern. Töchter beginnen vermehrt mit der Mutter zu streiten und ihre Väter zu umgarnen. Söhne probieren ihre Männlichkeit gegenüber den Vätern aus, ihre Mütter hofieren sie. Sind es nicht Mutter und Vater, zanken sich Mädchen mit Freundinnen und Jungs messen sich im Sport gegeneinander. Bei Hunden kann ein solches Verhaltensmuster ebenfalls beobachtet werden. Das Spiel befreundeter Rüden wird heftiger und befreundete Hündinnen vertragen sich plötzlich nicht mehr.

Hinweis:

Jegliches Verhalten der Junghunde gehört zu einer normalen Entwicklung, abhängig von der vorangegangenen Hundeerziehung.

Bei auftretendem Konkurrenzverhalten des Hundes sollten die Eltern keinesfalls den Hund dazu zwingen, sich dem Kind unterzuordnen. Ein Erwachsener, ganz gleich ob ein Mensch oder ein Hund, lässt sich nicht von einem Kind dominieren.

Besser ist es, auf den  Entwicklungsstand des jeweiligen Teenagers einzugehen und die Aufgaben entsprechend der Lernprozesse anzupassen. Das gilt auch für Kinder, die keinesfalls den erwachsenwerdenden Hund »befehligen« sollten. Die Erziehung eines Hundes gehört nicht in Kinderhände.

Sind Eltern sich unsicher, wie sich die Beziehung zwischen Kind und Hund entwickeln wird, empfehlen wir, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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